Ginni Rometty geht in Pension, aber...

17. Dezember 2020, 10:49
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Der neue CEO Arvind Krishna folgt ihr als IBM President. Als Consultant kann sie ihrer Firma weiterhin hohe Tageshonorare verrechnen.

Der neue IBM-CEO Arvind Krishna wird ab dem 1. Januar 2021 auch die Funktion des Chairmans of the Board übernehmen und damit Ginni Rometty ablösen. Dies teilt der Konzern mit.
Rometty war im Januar 2020 bereits als langjährige CEO zurückgetreten. Sie war die erste Frau an der Spitze von IBM und werde nach ihrem Rücktritt gelegentlich als unabhängige Unternehmerin für den Konzern tätig sein.
Ginni Rometty, Informatikerin, Elektrotechnik-Ingenieurin und Managerin, war insgesamt 39 Jahre für IBM tätig und führte den Konzern von Anfang 2012 bis Januar 2020 in der Doppelfunktion als CEO und Präsidentin. In dieser Zeit baute sie IBM um und legte den Fokus verstärkt auf Analytics, Cloud und weitere zukunftsträchtige Märkte.
Sie investierte in dieser Zeit auch Milliarden in diverse Firmenübernahmen, während IBM über Jahre hinweg zumeist enttäuschende Quartalszahlen schrieb.
Als eine der ersten Frauen in einer Top-Management-Position in der ICT-Branche, erhielt sie diverse Auszeichnungen, zuletzt 2019 den Edison Achievement Award für "ihr Engagement für Innovationen während ihrer gesamten Karriere".
In einer Mitteilung zu ihrer Pensionierung ist bereits aufgelistet, wie viel sie als Consultant von IBM verlangen darf: 20'000 US-Dollar pro Tag, wenn sie sie mehr als 4 Stunden arbeitet und 10'000 US-Dollar für die ersten 4 Stunden. Sie soll ihr Büro und ihre Assistenten ebenfalls beibehalten und maximal ein 20%-Pensum für IBM einsetzen.
Falls die 63-jährige Neu-Pensionärin tatsächlich arbeitet, wird sie einen IBM-Firmenjet benutzen können, heisst es weiter.
Es ist anzunehmen, dass nicht jeder IBM-Angestellte diese Vereinbarung goutieren wird, da der Konzern aktuell allein in Europa rund 10'000 Mitarbeitende entlassen dürfte.

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