Glarus schreibt jetzt auch zentrale Gemeinde-Software aus

6. April 2017, 13:08
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Im Kanton Glarus ist ein weiterer Schritt getan worden, um die IT der drei Grossgemeinden 2018 auf eine neue Basis zu stellen.

Im Kanton Glarus ist ein weiterer Schritt getan worden, um die IT der drei Grossgemeinden 2018 auf eine neue Basis zu stellen. So sind nun die Hardware, die PC-Arbeitsplätze und die wichtige Gemeinde-Software unter anderem im Amtsblatt ausgeschrieben worden. Verantwortet wird diese Ausschreibung von Glarus hoch3, die für die drei Glarner Grossgemeinden und die Werke die Informatik betreibt.
Laut dem 52-jährigen Unternehmensberater und Turnaround-Spezialisten Hans-Peter Legler, der im Oktober 2016 in einem Mandat die Geschäftsführung von Glarus hoch3 übernommen hat, ist bereits deutlich sichtbar, dass sich die zuvor turbulente Situation nun beruhigt. Bekanntlich ist mit dem Projekt eine lange Geschichte immer wieder hohe Wellen geschlagen hat. Legler ist Elektroingenieur und hält einen MBA der Hochschule St. Gallen in Business Engineering. Er hat bereits die Ausschreibung und den Mitte März erfolgten Zuschlag für den 6,2-Millionen-Franken-Auftrag für den ab 2018 laufenden fünfjährigen Betrieb des Rechenzentrums geleitet. Gewonnen wurde diese Ausschreibung vom in Gossau ansässigen IT-Dienstleister A. Lehmann Elektro.
Auschreibungen in drei Losen
Diesmal sind die Aufträge in drei Lose gesplittet und die Offerten haben bis zum 19. Mai vorzuliegen. Im wichtigen ersten Los muss für die Zeit ab 2018 der Support und die Beratung für die NEST- und Abacus-Gemeindesoftware sichergestellt werden. Dabei soll, wer den Auftrag haben will, zur Softwareprogrammierung und -pflege Partner von Innosolv (NEST) und Abacus sein. Die Umsetzung soll Anfang August starten und ab 2018 dann für fünf Jahre sichergestellt werden können. Optional ist eine Verlängerung des Auftrags um drei Jahre möglich.
Im zweiten Los sucht Glarus hoch3 einen Microsoft-LSP (Licensing Solution Partner), der das bestehende Enterprise Agreement ab April 2018 für vier Jahre übernimmt. Im dritten Los geht es schliesslich um rund 500 neue Geräte für die Arbeitsplätze im gesamten Kanton. Hier wird ein Lieferant für Thin- und Fatclients, Notebooks und Dockingstations sowie Monitore gesucht. Die Beschaffung soll Anfang September beginnen und Ende 2022 abgeschlossen sein. (vri)

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