Glarus spricht Gelder zur Erarbeitung der künftigen Digitalstrategie

20. Februar 2020, 11:29
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2021 kommt die Digitalisierungsstrategie des Kantons vors Volk. Zu deren Vorbereitung hat der Landrat nun die Gelder gesprochen.

Glarus will diesmal gut vorbereitet sein, wenn an einer Landsgemeinde 2021 über die Digitalisierungsstrategie abgestimmt wird. Um die entsprechende Vorlage erarbeiten zu können, hat der Landrat nun einen Nachtragskredit von 150’000 Franken gesprochen. Es dürfte nicht zuletzt die Erinnerung an das 2016 vor dem Volk gescheiterte Informatikgesetz sein, weshalb jetzt in die Vorarbeiten investiert wird.
Die Digitalisierungsstrategie des Kantons war bereits Ende letzten Jahres vom Regierungsrat genehmigt worden. Mit den jetzt freigegeben Gelder werden Sofortmassnahmen und die Vorbereitung "einer qualitativ guten Landsgemeindevorlage" adressiert, wie die Landrätliche Kommission Finanzen und Steuern in ihrem Bericht an den Landrat (PDF) schreibt.
Bis Ende August 2020 sollen drei Teilprojekte – Erarbeitung Front-Office-Konzept, Schaffung geeigneter organisatorischer Strukturen und Schaffung der Rechtsgrundlagen dafür – abgeschlossen und zu einer Gesamtvorlage zusammengefügt werden. Für September und Oktober 2020 ist eine öffentliche Vernehmlassung geplant, so dass die Vorlage im November 2020 bereinigt und anschliessend vom Regierungsrat dem Landrat unterbreitet werden kann, wie es in dem Papier weiter heisst
Allein könne die kantonale Verwaltung diese Arbeit aber nicht erfüllen, es fehle dafür an Fachwissen und Personal. Deshalb sei man auf externe Unterstützung namentlich bei der Erarbeitung des Front-Office-Konzepts angewiesen.
Betont wird weiter, dass der Regierungsrat mit seiner Digitalisierungsstrategie pragmatisch vorgehen will und nur dort digitalisieren, wo ein klarer Nutzen möglich ist. So sollen in der Verwaltung vorerst nur rund 20 bis 30 Prozesse von insgesamt etwa 800 digitalisiert werden. Man strebe keine Vorreiterrolle etwa bei Themen wie Blockchain oder künstliche Intelligenz an und wolle auch keine Eigenentwicklungen, sondern setze primär auf Standardlösungen.

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