Glasfaser-Ausbau kommt voran

5. Februar 2010, 13:01
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Erschliessung von 20 Prozent der Haushalte in der Schweiz gesichert.

Erschliessung von 20 Prozent der Haushalte in der Schweiz gesichert.
Wie aus einer Mitteilung der Kommunikationskommission (ComCom) hervorgeht, fand bereits der fünfte Runde Tisch zum Thema Glasfasern (Fiber to the Home, FTTH) statt. Die Situation hat sich seit dem Beginn der Debatten vor bald zwei Jahren merklich gebessert: Mittlerweile gibt es Modelle, welche die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren regeln. Die Kooperation basiert freilich auf dem von Swisscom bevorzugten Multifasermodell, das anfänglich von Swisscom-Konkurrenten bekämpft wurde.
Der Grundsatz, dass die Netzbetreiber und nicht die Hauseigentümer die Hausinstallationskosten für FTTH bezahlen, setzt sich durch, wie die kürzlich erfolgte Einigung zwischen Swisscom und Hauseigentümerverbänden zeigt. Mit den abgeschlossenen Kooperationsverträgen sei die Erschliessung von ungefähr 20 Prozent der Haushalte in der Schweiz gesichert, teilt die ComCom mit.
Am Runden Tisch wurde nun beschlossen, eine gemeinsame Betriebsplattform in einem Pilotverfahren zu lancieren. Dienstanbieter können damit die Bestellvorgänge auf einheitliche Weise abwickeln. Dank einer einheitlichen Schnittstelle zu existierenden Netzbetreiber-Plattformen würden sie den Konsumentinnen und Konsumenten einen raschen Anbieterwechsel ermöglichen, so die ComCom.
Mit der Zusammenarbeit zwischen den Anbietern von Telekommunikationsdiensten, Elektrizitätswerken und Kabelnetzbetreibern und mit gemeinsamen technischen Standards komme man dem Ziel, den parallelen Bau neuer Glasfasernetze zu vermeiden, noch näher. Dabei bleibe die Wahlfreiheit der Kunden zwischen verschiedenen Dienstanbietern erhalten, glaubt der Telekom-Regulator. (mim)

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