Glasfasernetz für Genf: Swisscom unterschreibt weiteren Vertrag

26. Oktober 2010, 11:43
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In vier bis fünf Jahren sollen die meisten Genfer Haushalte und Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen sein.

In vier bis fünf Jahren sollen die meisten Genfer Haushalte und Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen sein.
Unter ähnlichen Modalitäten wie mit der Stadt St. Gallen eine Absichtserklärung getroffen worden war, verspricht der jetzige Vertrag, den Bau einer offenen Infrastruktur im "Open Access"-Konzept, das es dem Kunden erlaubt, auf derselben Glasfaserleitung den Anbieter für TV, Telefon und Internet jederzeit zu wechseln.
Der Unterschied zum Swisscom-Projekt mit der Stadt St. Gallen besteht insbesondere darin, dass in Genf in einer Baukooperation das neue Netz aufgebaut wird. Der Kanton Genf wird dafür wie geplant in drei Zonen aufgeteilt: "Swisscom wird das Netz in der Stadt Genf verlegen, während die Industriedienste Genf die grossen Nachbargemeinden erschliessen", heisst es in einer Mitteilung von heute. Noch offen ist, wie die Ausbauten in den kleinen Landgemeinden des Kantons abgewickelt werden. Der gesamte Arbeitsaufwand wird damit zwar vernünftigerweise unter den Partnern aufgeteilt, Swisscom übernimmt aber rund 60 Prozent der notwendigen Investitionen. Verlegt werden vier Fasern, von denen Swisscom und SIG je eine exklusiv nutzen werden.
Bei der Swisscom mochte man sich nicht zum Investitionsvolumen für Genf äussern. Aufgrund der Grösse des Projektes wird es mit Sicherheit über den rund 80 Millionen Franken in Basel liegen. In vier bis fünf Jahren sollen die meisten Genfer Haushalte und Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen sein. Mit dem Quartier Les Avanchets und der Gemeinde Meinier sind bereits erste Privat- und Geschäftskunden mit Glasfasern verkabelt.
Sicher ist auch, dass neben Swisscom und Sunrise mehrere andere Partner der SIG ihre Services über das Netz laufen lassen werden. Ihnen wird, wie Swisscom-Pressesprecher Olaf Schulze gegenüber inside-it.ch sagte, ein "diskriminierungsfreier" Zugang zum Netz geboten. Das schliesse aber natürlich nicht aus, dass auch in Zukunft noch hart über die Preise diskutiert werde, wie Schulze festhält. (vri)

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