Globale IPv6-Verbreitung erreicht 10-Prozent-Schwelle

7. Januar 2016, 12:26
  • telco
  • global
  • schweiz
image

Das "neue" --https://de.

Das "neue" Internet-Protokoll IPv6, 1998 wurde es standardisiert. Trotzdem ist der weltweite Anteil der User, die tatsächlich über IPv6 Webseiten abrufen können, erst in den letzten drei bis vier Jahren bedeutsam gestiegen.
Wie eine von Google kontinuierlich geführte Statistik zeigt, ist der Anteil der Geräte, die via IPv6 auf Google zugreifen können, in den letzten drei Jahren annähernd exponentiell gewachsen. Anfang 2013 wurde die Ein-Prozent-Schwelle erreicht, Anfang 2014 waren es rund 2,8 Prozent, Anfang 2015 gegen 6 Prozent und Anfang dieses Jahres rund 10 Prozent - die 10-Prozent-Schwelle wurde in der Google-Statistik am 31. Dezember erstmals erreicht und Tag darauf erstmals überschritten.
Der Anteil der IPv6-Konnektivität ist weltweit höchst unterschiedlich. Die Schweiz liegt in der Google-Statistik mit fast 30 Prozent weit vorne, nur in Belgien ist der Anteil mit 43 Prozent noch höher. In vielen Ländern Afrikas, aber beispielsweise auch in Spaniern und Italien oder Dänemark, ist der Anteil dagegen bei fast Null..
Ein interessantes Detail: Der Anteil der IPv6-fähigen Google-User ist weltweit an Wochenenden und Feiertertagen jeweils deutlich höher, als unter der Woche. Die User scheinen also von zu Hause aus eher über IPv6 zugreifen zu können, als vom Arbeitsplatz aus.
Eigentlich unterstützt heutzutage beinahe jedes verkaufte Gerät oder Betriebssystem IPv6. Wie Ars Technica erklärt, muss aber jede einzelne Komponente zwischen einem Webserver und einem Enduser - Firewalls, Router, Load-Balancer und Applikationen - dies auch können, damit der Zugriff funktioniert. So gesehen seien die weltweit mittlerweile 10 Prozent gar kein schlechtes Resultat. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Studien zeigen Trägheit bei der Digitalisierung in der Schweiz

Die neuen Technologien werden zwar als Chance verstanden, aber Menschen haben Mühe, beim digitalen Fortschritt mitzuhalten.

publiziert am 4.10.2022
image

Liip übernimmt Digitalagentur Nothing

Sämtliche Mitarbeitenden und die Kundschaft werden von Liip übernommen, aber Nothing-Gründer Bastiaan van Rooden kümmert sich künftig um ein eigenes Projekt.

publiziert am 4.10.2022
image

Iris Kornacker ist neue CEO von Polypoint

Sie hat die Stelle von Thomas Buerdel übernommen, der sich in Zukunft auf die Bereiche Innovation und Angebotsausbau bei der Health-Tech-Firma konzentrieren will.

publiziert am 3.10.2022
image

Microsoft erhöht in der Schweiz Zahl der Mitarbeitenden

100 zusätzliche Angestellte will Schweiz-Chefin Catrin Hinkel im nächsten Jahr einstellen. Gebraucht werden sie vor allem im Cloud-Bereich.

publiziert am 3.10.2022