Globaler PC-Markt schrumpft und schrumpft

16. April 2009, 09:46
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Weltweiter Rückgang um rund 7 Prozent nach Stückzahlen. In EMEA beträgt das Minus gar 10 Prozent. HP überholt Dell in den USA.

Weltweiter Rückgang um rund 7 Prozent nach Stückzahlen. In EMEA beträgt das Minus gar 10 Prozent. HP überholt Dell in den USA.
Der weltweite PC-Markt war in den ersten drei Monaten dieses Jahres erwartungsgemäss rückläufig. Bereits im vierten Quartal 2008 hatte der PC-Markt einen Einbruch erlitten. Wie die beiden Marktforscher Gartner und IDC mitteilen, schrumpfe der Markt nach Stückzahlen gemäss vorläufigen Zahlen im Jahresvergleich um rund 7 Prozent. Die Zahlen von IDC und Gartner sind nicht identisch, zudem zählt Gartner x86-Server mit, IDC aber neuerdings nicht mehr. Von beiden nicht berücksichtigt werden Handhelds.
Gemäss IDC wurden im Q1 63,460 Millionen Geräte verkauft (-7,1%), wobei die fünf grössten PC-Hersteller recht unterschiedliche Entwicklungen zeigten. Marktführer HP konnte den Absatz um 2,9 Prozent auf 13 Millionen PCs erhöhen, Verfolger Dell musste hingegen ein Minus um 16,7 Prozent auf 8,651 Millionen Stück hinnehmen. Die Verkäufe bei Acer wuchsen um 6,8 Prozent auf 7,333 Millionen Units, bei der Nummer vier Lenovo gab es wieder einen Einbruch um 8 Prozent auf 4,427 Millionen Rechner. Toshiba wuchs um 11,6 Prozent auf 3,447 Millionen. Gartner kommt auf ähnliche, wenngleich höhere Absatzzahlen. Auffallend ist bei Gartner, dass die Acer-Verkäufe um 26,7 Prozent auf 8,758 Millionen Stück stiegen. Und auch bei Toshiba (+18,4%) gibt es eine grössere Abweichung.
EMEA leidet
In der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) sanken die Verkäufe drastisch. Gartner ermittelte ein Minus um 10,2 Prozent im Jahresvergleich. Gingen im ersten Quartal 2008 noch 25,311 Millionen Geräte über den Ladentisch, waren es im ersten Quartal 2009 nur noch 22,734 Millionen. In EMEA musste HP einen Rückgang um 5,3 Prozent auf 4,764 Millionen Geräte hinnehmen, Acer wächst weiterhin stark (+20%) und könnte schon bald HP einholen. Die Absatzzahlen von Dell sanken um 25,4 Prozent auf etwas über 2 Millionen Geräte. Während bei Toshiba die Verkäufe um 8,6 Prozent stiegen, sanken sie bei Asus um 2,4 Prozent auf knapp eine Million Geräte. IDC hat noch keine genauen EMEA-Zahlen veröffentlicht.
In den USA hat es HP erstmals seit Jahren wieder an die Spitze geschafft. Gemäss IDC führt HP nun mit 4,130 Millionen ausgelieferten Geräten vor Dell (3,930 Mio.). Danach folgen Acer, Apple und Toshiba. Insgesamt schrumpfte der US-Markt um 3,1 Prozent auf knapp 15 Millionen Computer. Gartner hingegen ermittelte ein Minus von nur 0,3 Prozent. (Maurizio Minetti)

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