Google: 20-Prozent-Regel faktisch tot

16. August 2013 um 15:09
  • international
  • google
  • innovation
image

Wird Produktivität beim Internetkonzern wichtiger als Innovation?

Wird Produktivität beim Internetkonzern wichtiger als Innovation?
Googles 20-Prozent-Regel ist so gut wie tot. Dies berichtet der Newsdienst 'Quartz'. Die Regel besagt, dass Angestellte des Internet-Giganten 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für eigene Projekte einsetzen können. Diese Projekte werden, falls sie vielversprechend sind, später von Google aufgegriffen. Dadurch entstanden unter anderem Gmail, AdSense, Google Talk und Google News. Viele andere Firmen kopierten diese Idee.
Diese "20% time" existiere nun faktisch nicht mehr, schreibt 'Quartz'. Obwohl das Programm offiziell noch existiere, berichten Quellen, dass Ingenieure neu das Einverständnis des Managements einholen müssen, wenn sie an einem anderen Projekt arbeiten wollen. Bislang war die 20-Prozent-Regel ganz einfach ein Recht für alle. Dem Bericht zufolge kommt es nun öfters vor, dass das obere Management die Projekte ablehnt. Kurzfristige Produktivität scheint stärker im Fokus zu sein als langfristige Innovation.
Wie 'Quartz' erinnert, hat Google unter der Leitung von CEO Larry Page immer wieder betont, dass mehr Ressourcen und Mitarbeitende für weniger Projekte zur Verfügung stehen sollen. Tatsächlich hat Google in den jüngsten Jahren einige Experimente beerdigt.
Trotzdem: Jüngste Ideen von selbstfahrenden Autos über Internet-Ballone beweisen, dass Google bemüht ist, innovative Produkte und Dienste auf den Markt zu bringen. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Sherpany in die USA verkauft

Das Zürcher SaaS-Startup wurde vom US-Unternehmen Datasite akquiriert. Über die Verkaufssumme ist nichts bekannt.

publiziert am 27.2.2024
image

ZHAW und FHNW werden Teil von europäischem KI-Projekt

Das Projekt AI4Realnet befasst sich mit der Interaktion von Menschen und KI-basierten Lösungen für kritische Systeme wie Elektrizität, Bahn und Flugsicherung.

publiziert am 14.2.2024
image

Schweizer Startup-Fond will 120 Millionen investieren

Der Fonds Wingman Ventures benennt sich in Founderful um. Neues Geld soll insbesondere Schweizer Startups zur Verfügung stehen.

publiziert am 13.2.2024
image

Apple präsentiert KI-basiertes Bildbearbeitungs-Tool

Mit "MGIE" kann man vieles tun, was man auch mit Photoshop oder Gimp tun könnte. Allerdings basierend auf Texteingaben.

publiziert am 8.2.2024