Google darf eigene Suchresultate bevorzugen

4. Januar 2013, 13:14
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US-Antimonopolbehörde stellt Untersuchung ein.

US-Antimonopolbehörde stellt Untersuchung ein.
Die US-Antimonopolbehörde FTC (Federal Trade Commission) hat eine Untersuchung gegen Google eingestellt, ohne Klage zu erheben. Google hat sich im Gegenzug dazu bereit erklärt, einige kleinere Korrekturen bei der Präsentation von Suchergebnissen vorzunehmen.
Bei der Untersuchung, die rund zwei Jahre dauerte, ging es um die Rangierung von Suchresultaten von gewissen Internetservices, vor allem von Vergleichsdiensten für Produkte, Reisen oder Dienstleistungen. Konkurrenten hatten geklagt, dass Google Suchresultate aus eigenen Services gegenüber ihren Plattformen in den Suchresultaten höher rangiere, und damit seine dominante Marktstellung als Suchmaschine ausnutze, um der Konkurrenz zu schaden.
Die FTC hat entschieden, dass Googles Praktiken generell darauf abzielen, die Suchresultate für User zu verbessern. Negative Auswirkungen für Konkurrenten seien dabei ein zufälliges Nebenprodukt dieser Absicht. "Sicher war nicht alles, was Google tat, für die User nützlich. Alles in allem glauben wir aber nicht, dass die Beweislage nach den US-Gesetzen eine Klage der FTC gegen Google rechtfertigt", kommentierte der FTC-Vorsitzende Jon Leibowitz die einstimmige Entscheidung der fünfköpfigen Kommission.
Für Google ist dies ein grösserer Erfolg. Allerdings muss sich Google weiterhin mit Untersuchungen der EU auseinandersetzen, die sich um ähnliche Praktiken drehen. In Europa ist die Marktstellung der Google-Suchmaschine noch dominanter, als in den USA. (hjm)

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