Google geht endlich gegen Spam in Drive vor

26. Juli 2021, 10:45
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Drive-User können nun andere Konten daran hindern, Dokumente im Cloud-Speicher mit ihnen zu teilen. Dies soll Spam und potenzielle Belästigung verhindern.

Jeder, der über eine mit einem Google-Drive-Konto verbundene E-Mail-Adresse verfügt, kann ein Dokument mit dieser teilen. Nur hatte der Anwender bislang keine Kontrolle darüber, wer ihm Dokumente auf diese Weise zuschickt. Geteilte Dokumente sind in Drive auffindbar und erscheinen unter der Rubrik "Für mich freigegeben".
Laut 'Ars Technica' räumte Google dieses Problem schon 2019 ein. Damals hiess es vom Unternehmen, die Spam-Kontrolle sei "eine Priorität". Aber es gebe beispielsweise noch immer keine Möglichkeit, die Freigabe zu beschränken oder auf bestehende Kontakte zu begrenzen, so der Bericht.
In einem Blogeintrag kündigt Google nun eine der grundlegendsten Funktionen an, um gegen derartigen Spam vorzugehen: Nutzer können einzelne E-Mail-Adressen blockieren.
Blockiert man einen Nutzer, kann dieser keine Drive-Elemente mehr für einen selbst freigeben. Auch würden bereits geteilte Dokumente nicht mehr im eigenen Drive-Ordner angezeigt. Gleichzeitig seien sämtliche eigenen Dateien für den gesperrten Benutzer nicht mehr verfügbar. Das gelte auch, wenn man zuvor Elemente mit ihm geteilt habe, führt Google aus.
Die neue Funktion wird seit dem 22. Juli schrittweise ausgerollt. Verfügbar gemacht wird das Feature für Anwender mit persönlichen Konten, für alle Google-Workspace-Kunden sowie für G-Suite-Basic- und Business-Kunden. Wie weiter aus dem Blogeintrag hervorgeht, können jeweils die Endanwender andere E-Mail-Adressen blockieren. Es gebe keine Admin-Steuerung für das Feature. 

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