Google geht zurück ins Büro – sehr vorsichtig

27. Mai 2020, 10:05
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Der Internet-Riese holt in einigen Wochen Angestellte zurück in die Büros. Von einem Normalbetrieb bleibt Google aber noch weit entfernt.

Google war Anfang März eines der ersten grossen Technologieunternehmen, das anordnete, dass seine Angestellten wegen der Corona-Pandemie von zu Hause aus arbeiten sollten. Nun hat Sundar Pichai, der CEO von Google und Alphabet, einen sehr vorsichtigen Plan zur schrittweisen Wiedereröffnung seiner Büros geschildert.
Die ersten Googler sollen ab dem 6. Juli in die Büros zurückkommen. Für einige wird dies obligatorisch sein. Die Betroffenen werden bis am 10. Juni von ihren Managern informiert. Für alle anderen ist das Erscheinen in den Büros freiwillig und soll in Absprache mit dem Management erfolgen. Und die Anwesenheit soll stark limitiert werden. Man denke an etwa einen Tag alle zwei Wochen, so Pichai. Die Auslastung der Bürogebäude soll nicht mehr als 10% betragen.
In den Büros, so Pichai, werde zudem vieles anders sein als früher. "Wir werden rigorose Gesundheits- und Sicherheits-Massnahmen einrichten und sicherstellen, dass Social-Distancing- und Hygienevorschriften eingehalten werden. Die Büros werden deshalb anders ausschauen und sich anders anfühlen als damals als Ihr sie verlassen habt", schreibt Pichai an die Angestellten.
Erst ab September sollen die Präsenzzeiten langsam erhöht werden können, so dass eine Gebäudeauslastung von rund 30% erreicht würde. Die persönliche Anwesenheit bleibe aber noch das ganze Jahr über freiwillig.
Von einer Rückkehr zur Normalität – noch nicht einmal zu einer "neuen Normalität" – kann also bei Google noch lange nicht die Rede sein.

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