Google Glass kehrt als Unternehmens-Werkzeug zurück

19. Juli 2017, 09:02
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Rund zweieinhalb Jahre ist es her, dass Google bei seiner umstrittenen Datenbrille Google Glass den Stecker zog, das der Internet-Konzern jetzt öffentlich macht.
Die Enterprise Edition ist seit rund zwei Jahren in mehreren Dutzend Firmen im Einsatz, wie der Internet-Konzern über einen Artikel im US-Magazin 'Wired' am Dienstag sagte. Darunter seien auch Schwergewichte wie Volkswagen, DHL, Boeing oder General Electric. Was als Pilotprojekte begonnen habe, entwickle sich jetzt zu Plänen für einen breiten Einsatz.
So habe der amerikanische Agrarmaschinenbauer AGCO derzeit über 100 Glass-Brillen im Betrieb und wolle in den kommenden 18 Monaten 500 bis 1000 weitere bestellen. Der Preis liege bei 1300 bis 1500 Dollar pro Gerät. Der Paketdienst DHL plane, die Brillen an 2000 Logistik-Standorten in verschiedenen Ländern einzuführen.
Werkzeug für spezialisierte Aufgaben
"Als wir Glass ursprünglich entwickelt hatten, war die Arbeit an der technologischen Front sehr solide und das Explorer-Programm – für Beta-Tester – war der richtige Weg, um zu erfahren, wie Menschen das Produkt nutzen", zitiert 'Wired' den Chef des Innovationslabors X unter dem Dach der Google-Mutter Alphabet, Astro Teller. "Wir sind aber vom Weg abgekommen beim Versuch, zu Verbraucher-Anwendungen zu springen."
Die Unternehmens-Version könne unter anderem mit Sicherheitsbrillen kombiniert werden und habe einen schnelleren Prozessor, eine bessere Internet-Anbindung sowie eine längere Batterielaufzeit. Die Kamera sei von fünf auf acht Megapixel hochgestuft worden.
Google ist nicht der einzige Player in diesem Bereich. Auch Microsoft etwa preist die AR-Brille Hololens als Unternehmenswerkzeug an. In der Schweiz etwa gibt es erste Umsetzungsbeispiele im Berner Inselspital. (sda/kjo)

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