Google kreuzt die Klingen mit Oracle vor Gericht

22. Juli 2011, 13:00
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Sun hätte für Java-Lizenzen nur 100 Millionen gewollt, sagt Google.

Sun hätte für Java-Lizenzen nur 100 Millionen gewollt, sagt Google.
Zu Beginn der Android-Entwicklung bei Google verlangte Sun Microsystems für die Nutzung der Java-Lizenzen nur 100 Millionen US-Dollar für drei Jahre. Das sagten Google-Anwälte gestern vor dem Gericht in San Francisco, wie 'PC World' heute berichtet.
Damit wollte der Parteien-Vertreter zeigen, dass Oracles Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe seien.
Richter gibt den Tarif durch
Beim Aufeinandertreffen der Konzernanwälte im Gerichtssaal gab der Richter William Alsup gemäss 'PC World' zuerst den Tarif durch: Den Oracle-Vertreter liess er wissen, dass "dieses Gericht keine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Oracle" sei und Oracle die Präsentation von internen Dokumenten durch Google nicht verhindern könne mit dem Verweis auf Geschäftsgeheimnisse. Das hat die Ellison-Company bereits im laufenden Streit mit Hewlett-Packard versucht.
An die Adresse von Google sagte er, dass der Android-Chef Andy Rubin "auf dem heissen Stuhl" sitzen werde. Er gab auch zu verstehen, dass die Schadenersatzzahlungen von Google an Oracle durchaus "Millionen, vielleicht auch Milliarden" betragen könnten, sollten Google Lizenzverletzungen nachgewiesen werden. (pk)

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