Google lässt RZ von KI steuern

21. Juli 2016, 12:58
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Um Strom zu sparen setzt Alphabet, das Mutterunternehmen von Google, seit einiger Zeit in Teilen seiner Rechenzentren eine lernfähige künstliche Intelligenz zur Steuerung von RZ-Infrastruktur wie Kühlelementen und Servern ein.

Um Strom zu sparen setzt Alphabet, das Mutterunternehmen von Google, seit einiger Zeit in Teilen seiner Rechenzentren eine lernfähige künstliche Intelligenz zur Steuerung von RZ-Infrastruktur wie Kühlelementen und Servern ein. Dies erklärte Demis Hassabis, Mitgründer des 2014 von Google übernommenen KI-Spezialisten DeepMind an einer Konferenz in New York.
Die eingesetzte Software basiere auf einer ähnlichen Technologie wie die DeepMind-KI, die sich selbst beigebracht habe, gewisse Atari-Videogames zu spielen, so Hassabis. Bekanter ist der KI-Spezalist allerdings, weil die DeepMind-Software "AlphaGo" in diesem Frühling etwas schaffte, was man vorher für unmöglich hielt: Den amtierenden menschlichen Weltmeister im Brettspiel Go zu schlagen.
In den Alphabet-RZs steuere die DeepMind-Software rund 120 Variablen, darunter Kühlsysteme aber auch Fenster. Die KI habe es geschafft, den Stromverbrauch um einige Prozent zu reduzieren und den PUE-Wert der Rechenzentren um 15 Prozent zu verbessern. Leider erklärte Hassabis nicht genauer, wie DeepMind dies schafft, beziehungsweise was die KI besser macht, als eine konventionelle Steurung.
Für Alphabet sind aber auf jeden Fall auch schon kleine Einsparungen beim Stromverbrauch eine lukrative Sache. 2014 verbrauchte das Gesamtunternehmen 4,4 Millionen Megawattstunden Strom, ungefähr so viel wie 367'000 US-Haushalte. Für den Löwenanteil des Stromverbrauchs sind die Rechenzentren verantwortlich. (hjm)

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