Google legt sich mit brasilianischen Behörden an

24. August 2006, 15:33
  • google
image

Die brasilianische Ermittlungsbehörde "Procuradoria da República em São Paulo" verlangte am Dienstag in einer --http://www.

Die brasilianische Ermittlungsbehörde "Procuradoria da República em São Paulo" verlangte am Dienstag in einer Mitteilung im südamerikanischen Staat einstellen soll. Die Behörden haben es auf den Suchmaschinenbetreiber abgesehen, weil dieser Daten von Drogenhändlern und anderen Kriminellen nicht herausrücken will. Laut den Behörden tummeln sich auf Googles Orkut vor allem Verbrecher, Drogenhändler und Pädophile.
Orkut ist ausserhalb des südamerikanischen Kontinents praktisch unbekannt. Google brachte den Dienst im Januar 2004. Das Problem war nur, dass ein halbes Jahr vorher MySpace online ging. MySpace zählt heute 80 Millionen User, Orkut hingegen nur 21 Millionen, zwei Drittel davon sind Brasilianer.
Seit über einem Jahr wissen brasilianische Behörden, dass vorwiegend Drogenhändler unter den 15 Millionen User sind. Nun verlangen sie von Google die Nutzerdaten von Verdächtigen. Die Fahnder wollen Google mit einer Busse von 61 Millionen Dollar belegen, plus 93'000 Dollar am Tag (das erinnert doch an Microsoft und EU), bis Google die verlangten Daten herausgibt.
Die brasilianische Niederlassung von Google möchte zwar kooperieren, betont aber, dass die Orkut-Daten in den USA gespeichert sind, und nur von der Google-Zentrale verlangt werden können. Das Google-Hauptquartier will nur auf Grundlage des US-amerikanischen Rechts mit den brasilianischen Behörden kooperieren. Zudem heisst es seitens Google, es seien bereits Kundendaten weitergegeben worden. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Vor 14 Jahren: Erstes Android-Smartphone kommt auf den Markt

"HTC Dream" respektive "G1" setzte als erstes kommerzielles Gerät auf das Betriebssystem Android. Bei den damaligen Testern rief es "Entzücken" hervor.

publiziert am 23.9.2022
image

UK-Behörde untersucht Cloud-Dienste von Microsoft, Amazon und Google

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom will die Marktposition der US-Hyperscaler untersuchen und herausfinden, ob es wettbewerbsrechtliche Bedenken gibt.

publiziert am 22.9.2022
image

Datenschutzkonformes googeln kostet 2 Rappen

Die Suchmaschine Trooia bietet datenschutzkonformes googeln. Userinnen und User zahlen mit Franken, statt mit Daten. Wie das funktioniert, erklärt Gründer Christoph Cronimund im Interview.

publiziert am 14.9.2022 6
image

EU-Gericht bestätigt Milliardenstrafe gegen Google

Zwar wurde die Strafe leicht gesenkt, aber Google soll wegen Beschränkungen im Android-Markt immer noch 4,125 Milliarden Euro bezahlen.

publiziert am 14.9.2022