Google macht gespeicherte Nutzerdaten transparent(er)

5. November 2009, 13:02
  • security
  • google
  • datenschutz
image

"Dashboard" soll Nutzern aufzeigen, welche Daten gesammelt werden. Zudem wird der Zugriff auf die Datenschutzeinstellungen vereinfacht.

"Dashboard" soll Nutzern aufzeigen, welche Daten gesammelt werden. Zudem wird der Zugriff auf die Datenschutzeinstellungen vereinfacht.
Mit "Google Dashboard" hat der Suchmaschinengigant heute eine neue Übersichtsseite präsentiert, mit der Nutzer die zu ihrem Google-Konto gehörenden Daten anzeigen, kontrollieren und allenfalls löschen können. "Es ist wichtig, dass sich Nutzer bewusst sind, welche Daten online sind und wie sie diese steuern können", sagte Yariv Adan, Product Manager Google Switzerland, heute morgen an einer Pressekonferenz in Zürich.
Im "Dashboard", das in Zürich und München entwickelt wurde, werden dem Nutzer die von ihm genutzten Dienste mitsamt einer Zusammenfassung der Daten, die mit dem Produkt oder Service zusammenhängen, mitsamt den entsprechenden Links zu den Datenschutzseiten der entsprechenden Dienste angezeigt. Dem Nutzer soll so der Zugriff auf die Datenschutzeinstellungen der verschiedenen Google-Dienste vereinfacht werden und er sieht, welche Daten er öffentlich zur Verfügung stellt. Auf den dortigen Einstellungsseiten kann der Nutzer Daten löschen oder die entsprechenden Einstellungen verändern. Zudem sei das "Dashboard" ein Riesenvorteil, da man auch sehe, welche Dienste man überhaupt nutzt, so Matthias Meyer, Mediensprecher von Google Schweiz.
Alle gesammelten Daten gibt jedoch auch das "Dashboard" nicht preis, wie der Suchmaschinenanbieter bestätigt. Das seien beispielsweise "nicht persönlich identifizierbare Informationen", wenn eine Suche durchgeführt oder Google Maps benutzt werde, während man sich nicht an seinem Google Konto angemeldet habe. Zudem sind noch nicht alle Dienste im "Dashboard" aufgeführt. Man arbeite aber daran, auch die Informationen dieser Dienste schnellstmöglich aufzuführen. (Thomas Brühwiler)

Loading

Mehr zum Thema

image

Ransomware-Gruppen im Darknet

Die schrittweise Veröffentlichung von gestohlenen Datensätzen im Darknet gehört zum Standardrepertoire jeder grösseren Ransomware-Gruppe. Kommt das Opfer den Forderungen der Cyberkriminellen nicht fristgerecht nach, werden dessen Informationen dort zugänglich veröffentlicht.

image

Ransomware-Bande Conti gibts nicht mehr

Die Bande griff die Universität Neuenburg oder den Storenbauer Griesser an. Aber zu früh freuen sollte man sich über den "Rücktritt" nicht, die Kriminellen haben noch ein Ass im Ärmel.

publiziert am 20.5.2022
image

Online-Ads: Nutzer-Daten werden Milliarden Mal pro Tag verarbeitet

Eigentlich weiss man es: Beim Besuch einer Website werden eine Menge Informationen verfolgt und geteilt. Ein Bericht verdeutlicht nun, wie häufig dies geschieht und stellt die Frage: Ist das legal?

publiziert am 20.5.2022
image

Hacker nehmen VMware- und F5-Sicherheitslücken aufs Korn

Die US-Cyberbehörde CISA warnt, dass die kürzlich bekannt gewordenen Lücken aktiv angegriffen werden, vermutlich von staatlich unterstützten Gruppierungen.

publiziert am 19.5.2022