Google setzt künftig auf AR statt VR

17. Oktober 2019, 12:22
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Der US-Konzern Google hat bekannt gegeben, die VR-Plattform Daydream einzustellen.

Der US-Konzern Google hat bekannt gegeben, die VR-Plattform Daydream einzustellen. Auch das VR-Headset Daydream View werde nicht länger verkauft. Beim Headset handelt es sich im Wesentlichen um eine Halterung, in der kompatible Smartphones befestigt werden können. Man habe zwar viel Potenzial für Smartphone-VR gesehen, aber im Laufe der Zeit habe man deutliche Einschränkungen festgestellt, erklärt ein Unternehmenssprecher gegenüber 'Venture Beat' den Schritt.
Die erhoffte Nutzung ist ausgeblieben. "Wir haben gesehen, dass die Nutzung des Headsets im Laufe der Zeit sogar abgenommen hat", so Google weiter. Und auch die Verbreitung unter Entwicklern, die Inhalte via die Daydream App zur Verfügung stellen können, sei ausgeblieben.
Das jüngst vorgestellte Google-Smartphone Pixel 4 unterstützt Daydream nicht mehr und der Konzern werde auch keine neuen Geräte anderer Hersteller mehr dafür zertifizieren. Die Daydream App und der Store würden vorläufig für bestehende Kunden weiter betrieben werden.
Der Konzern aber wolle stark in AR-Technologien investieren, wie die Apps Google Lens oder Maps. Diese Anwendungen nutzen die Smartphone-Kamera und reichern die Aufnahmen mit virtuellen Inhalten an, führt der Unternehmenssprecher an. Ein Beispiel ist AR-Maps, eine App, die den User mit Pfeilen auf dem Bildschirm in die richtige Richtung leitet.
Der Schritt von Google, die VR-Plattform aufzugeben, komme nicht überraschend, ist sich die internationale Presse einig. Eine Reihe von grossen Tech-Konzernen würde vermehrt Interesse an AR zeigen, schreibt 'The Information'. Zuvor hatte schon Samsung Gear VR eingestellt, das ähnlich funktionierte wie Daydream. (kjo)

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