Google stellt Cloud-Projekt in China ein

9. Juli 2020, 09:38
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Berichten zufolge gibt der Konzern das Projekt wegen geopolitischen Spannungen und der Covid-19-Pandemie auf.

Der US-Konzern Google gibt sein Cloud-Projekt für China auf. Das Projekt mit dem Namen "Isolated Region" werde eingestellt, erklärte das Unternehmen am 8. Juli.
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur 'Bloomberg' unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen berichtet, die Alphabet-Tochter verzichte auf das Angebot wegen zunehmender geopolitischer Spannungen und der Coronavirus-Pandemie.
Eine Google-Sprecherin bestätigte die Einstellung gegenüber 'Bloomberg' nach Publikation des Berichts. Sie fügte aber an, dass die isolierte Region nicht wegen geopolitischer Bedenken oder der Pandemie geschlossen wurde.
Die isolierte Region sei nur einer der Wege, die das Unternehmen erkunde, um Anforderungen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Cloud-Technologien zu erfüllen. Die Idee werde ad acta gelegt, weil "andere Ansätze, die wir aktiv verfolgten, bessere Ergebnisse boten", so die Sprecherin zum US-Magazin, ohne weitere Details zu erläutern.
"Was wir aus Kundengesprächen und Beiträgen von Regierungsakteuren in Europa und anderswo gelernt haben, ist, dass andere Ansätze, die wir aktiv verfolgten, bessere Ergebnisse brachten", sagte die Sprecherin. "Google bietet keine Cloud-Plattformservices innerhalb Chinas an und hat dies auch bisher nicht getan", fügt sie an.
Die Initiative hätte es Google laut Bericht ermöglicht, Cloud-Dienste einzurichten, die von einer dritten Partei kontrolliert werden, etwa von einem lokalen Unternehmen oder einer Behörde. Das Ergebnis wären von Googles bestehenden Cloud-Diensten abgesonderte Services gewesen.  

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