Google und Mozilla verabschieden sich von WebKit-Entwicklung

4. April 2013, 12:07
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Apple verliert zwei grosse Verbündete in der Browser-Entwicklung.

Apple verliert zwei grosse Verbündete in der Browser-Entwicklung. Denn wie Google in der Nacht auf heute bekannt gegeben hat, spaltet der Internetriese mit "Blink" ein eigenes Engine-Projekt vom bisher gemeinsam mit dem grossen Rivalen weiterentwickelten WebKit ab. Davon verspricht sich Google schnellere Innovation. Der Browseranbieter Opera, der erst vor kurzem zu WebKit gestossen war, hat bereits bestätigt, dass er mit Google mitziehen will.
Kurz zuvor hatte Mozilla bekannt gegeben, dass es einen neuen Partner für die Arbeit an seiner bislang experimentellen neuen Engine Servo gewonnen hat. Apples grösster Smartphone-Rivale Samsung arbeitet demnach mit den Firefox-Machern insbesondere daran, die besonders auf Multicore-Architekturen ausgelegte Engine auch für ARM-Prozessoren und speziell Android umzusetzen.
Seit einigen Jahren haben die grossen Konkurrenten Google und Apple im Hintergrund bei der Browser-Engine WebKit kooperiert, die sowohl Safari als auch Chrome zugrunde liegt. Google zufolge war die Abspaltung von WebKit eine schwere, aber letztlich notwendige Entscheidung. Chromium - das Open-Source-Projekt hinter Chrome - nutze eine von anderen WebKit-Browsern abweichende Multi-Prozess-Architektur, was die Projekte im Laufe der Zeit sehr komplex gemacht habe, so Google-Entwickler Adam Barth.
Mit der Blink-Abspaltung wächst jedenfalls die Konkurrenz im Bereich Browser-Engines wieder, nachdem Opera erst im Februar die hauseigene Engine Presto zugunsten von WebKit aufgegeben hat. (pte/hjm)

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