Google und Salesforce.com verbünden sich gegen Microsoft

21. Mai 2007, 10:30
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Webseiten-Betreiber können Googles Online-Dienstleistungen nun der eigenen Klientel anbieten.

Webseiten-Betreiber können Googles Online-Dienstleistungen nun der eigenen Klientel anbieten.
Mit Google und Salesforce.com haben sich offenbar zwei "natürliche Verbündete" gefunden. Dies berichtet zumindest das 'Wall Street Journal' unter Berufung auf Insider-Quellen. Die beiden diskutierten über eine Zusammenarbeit, bei der Online-CRM-Anbieter Salesforce.com gewisse Dienstleistungen (Kalender, E-Mail, Online Textverarbeitung und Spreadsheets) von Google in sein eigenes Angebot aufnehmen würde.
Google ist weltweit führend bei der Vermarktung von Online-Werbung, die mit Suchanfragen verknüpft wird. Zudem bietet Google eine ganze Reihe von Online-Dienstleistungen, zum Beispiel Kalender, E-Mail, Textverarbeitung und Spreadsheats und die Kreation von Webseiten. Finanziert werden diese Dienstleistungen zumeist mit dem Verkauf von kontext-bezogener Werbung. Salesforce seinerseits ist ein Pionier im Vermarkten von Software zur Verwaltung der Kundenbeziehungen (CRM), die Online, "als Service", angeboten wird. Die beiden sind gegenüber Microsoft "natürliche Verbündete".
Google Apps Partner Edition: Google-Anwendungen in die eigenen Online-Dienste einbinden
Am Freitagabend kündete Google zudem die Öffnung des eigenen Angebots für Dritte an. Internet-Service-Provider, Portale oder andere Online-Dienstleister können nun Googles Anwendungen wie eben G-Mail in ihre eigenen Seiten einbinden und ihren Usern anbieten.
Es gibt eine kostenlose Version, mit der man aber ebenfalls eine unbeschränkte Anzahl User mit den Google-Apps bedienen kann. Google behält sich aber vor, die Anforderung von zusätzlichen User-Accounts abzulehnen. Für 50 Dollar pro Jahr und Account - gibt es eine ausgefeiltere Version, die vor allem APIs (Application Programming Interface) für die Integration der Google-Apps in die eigene Infrastruktur (z.B. Single-Sign-On) hat. Sämtliche Funktionen gibt es aber auch in der kostenlosen Ausgabe für Ausbildungs-Institutionen (non-profit). Einzig der Speicherplatz für E-Mail-Accounts ist bei den kostenlosen Versionen auf zwei GB beschränkt. (Christoph Hugenschmidt)

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