Google veröffentlicht intelligenten Messenger

21. September 2016, 15:59
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Seit heute ist "Allo" verfügbar, der Messenger, mit dem Google Terrain gut machen will gegenüber Whatsapp, Facebook und Co.

Seit heute ist "Allo" verfügbar, der Messenger, mit dem Google Terrain gut machen will gegenüber Whatsapp, Facebook und Co.
Allo kann, was ein Messenger können muss: Texte versenden, Fotos und Videos aufnehmen und versenden. Und fürs Dekorative gibt es 25 Sticker-Pakete. Schon spezieller ist es, dass man Fotos und Videos mit persönlichen Notizen (oder Kritzeleien) dekoriert versenden kann.
Richtig speziell und intelligent ist vor allem die im Messenger enthaltene künstliche Intelligenz eines persönlichen Assistenten: er soll Nutzerfragen beantworten helfen und News oder Öffnungszeiten naheliegender Bars anzeigen.
Dazu muss er mit einem freundlichen "@google" in den Chat gebeten werden. Und der Messenger ist lernbegierig: durch das Gebrauchen wird der Nutzer zu Allos Lehrer und der Messenger bringt basierend darauf Antworten, von Google "Smart Reply" genannt.
Damit dieses Lernen auch funktioniert, muss die Privatsphäre durchlässig sein: Chatverläufe werden von Google deshalb per default komplett gespeichert. Will man dies nicht, muss man diese auf den Servern aktiv und manuell löschen, meldet unter anderem 'The Verge'.
Ebenso muss man den Inkognito-Modus einschalten, wenn man End-to-End-Verschlüsselung will. Das wird Strafverfolger freuen, und Privatsphären-Verfechter zeigen sich bereits enttäuscht. Ob man sich bei Allo für eine bessere KI oder die verstärkte Privatsphäre entscheidet, muss jeder selbst entscheiden.
Die App ist für Android und iOS verfügbar, aber hat eine unschöne Limite: es gibt vorerst nur eine englische Version. Sie zwingt also zum Dialog in Englisch, obwohl deutsche Infos zur Genüge existieren. Einen Termin, wann Allo in der deutschen Version seine wahre Stärke offenbart, ist noch nicht bekannt. (mag)

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