Google verschickt E-Mail-Wurm

9. November 2006, 10:59
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Renommierte Internetadressen als Falle für Anwender

Renommierte Internetadressen als Falle für Anwender.
Für einen peinlichen Zwischenfall hat vorgestern, Dienstag, Google gesorgt. Wie erst jetzt bekannt wurde, versendete der Internetgigant einen E-Mail-Wurm über seine E-Mail-Video-Group. In einer offiziellen Stellungnahme entschuldigte sich Google nun bei den rund 50'000 Blogteilnehmern und empfahl den Einsatz von Antiviren-Software, um den Wurm zu entfernen.
Der unter dem Namen Kama Sutra bereits im Februar dieses Jahres bekannt gewordene Schädling ist prinzipiell in der Lage, Dateien zu einem fest gelegten Datum zu überschreiben. Bisher sind allerdings keine Vorfälle bekannt, bei denen der Wurm dies auch wirklich getan hat.
Während Google anscheinend an diesem Vorfall selbst schuld ist, sind prominente Webadressen allgemein auch bei Betrügern beliebt. So treibt seit Tagen eine gefälschte Wikipedia-E-Mail ihr Unwesen. Getarnt als warnender Eintrag vor dem Computerwurm W32.Blaster führt der angegebene Link aber nicht zur Installation eines angekündigten Patches, sondern zu einem Trojaner-Download.
Die auf der ersten Blick täuschend echte E-Mail ist über die unsinnige Absender-Adresse aber leicht zu erkennen. Zudem dürfte die darin verlinkte Seite bereits vom Netz genommen worden sein. Sie ist derzeit zumindest nicht mehr aufrufbar.
Ein weiterer Betrugsversuch betrifft das vor allem in den USA bekannte Portal MySpace. Wie Sicherheitsexperten der Firma Websense gestern mitgeteilt haben, werden derzeit Videos verbreitet, die so aussehen als stammen sie von
YouTube. Tatsächlich verlinken auch diese Videos auf eine gefälschte Domain namens "youtube.info". Will man das Video ansehen, installiert sich das Adware-Programm Zango Cash in der Toolbar der Anwender.
"Sehr bekannte Portale werden gern ausgenutzt, da sie enorm viele Leute erreichen und eine gewisse Sicherheit suggerieren", erklärte Michael Kretschmer, Regional Director Central Europe von Websense, gegenüber 'pressetext'. Privatanwendern rät Kretschmer generell auch bei bekannten Internet-Adressen und E-Mails sehr vorsichtig zu sein.
Wichtig sei zudem auch, den eigenen Antiviren-Schutz und die installierte Firewall immer auf dem neuesten Stand zu halten. Installierte Malware mache sich auch meistens bei der Computerleistung bemerkbar. Hier gelte es, auf Indizien zu achten, so Kretschmer abschließend. (pte)

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