Google verspricht mehr Datenschutz für Assistant

23. September 2019, 09:48
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Nachdem bekannt worden war, dass von Google Assistants gemachte Sprachaufnahmen teilweise von Menschen abgehört werden, stellte Google diese Praxis im Juli vorübergehend ein.

Nachdem bekannt worden war, dass von Google Assistants gemachte Sprachaufnahmen teilweise von Menschen abgehört werden, stellte Google diese Praxis im Juli vorübergehend ein. Nun wird sie wieder eingeführt. Allerdings will Google in Zukunft nur noch Aufnahmen abhören und transkribieren lassen, wenn die User dem ausdrücklich zugestimmt haben.
Wie alle anderen Betreiber von Spracherkennungsservices ist auch Google darauf angewiesen, diese durch die Transkription von Aufnahmen durch Menschen zu trainieren und zu verbessern.
Der zuständige Product Manager Nino Tasca erklärt in einem Blogpost, dass User ihre Zustimmung geben, wenn sie die "Voice & Audio Activity"-Option einschalten. Dabei würden sie klar darauf hingewiesen, dass dies bedeute, dass Menschen Aufnahmen von ihnen abhören könnten.
Wenn User die Default-Einstellungen wählen, so Tasca, werde Google keinerlei Aufnahmen mehr speichern.
Der Google-Mann verspricht auch noch weitere Verbesserungen in Sachen Datenschutz. Unter anderem sollen die Aufnahmen, die transkribiert werden, besser als bisher anonymisiert werden. Laut Tasca werden rund 0,2 Prozent aller von Google Assistant gemachten Aufnahmen transkribiert. Ausserdem werde Google Aufnahmen nicht mehr so lange speichern wie bisher. In Kürze werde man damit beginnen, alle bisher gemachten Aufnahmen zu löschen, die älter als "ein paar Monate" sind. (hjm)

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