Google versucht weiter, Android-Updates zu beschleunigen

30. Mai 2016, 14:58
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Das grösste Problem von Android sind seit jeher seine Updates: Ist ein Update bei Google fertig, geht es an die Handy-Hersteller.

Das grösste Problem von Android sind seit jeher seine Updates: Ist ein Update bei Google fertig, geht es an die Handy-Hersteller. Und dort dauert es dann oft Monate oder länger, bis ein Update tatsächlich an die Nutzer ausgerollt wird.
Sicherheits-Updates konnte Google bereits beschleunigen. Ausserdem habe der Aufwand fürs Testing reduziert werden können, berichtet 'Bloomberg'. Ebenfalls auf dem Weg sind Massnahmen wie Rankings, die die Hersteller zu einem aktiveren Umgang mit Updates motivieren sollen.
Wie prekär die Lage ist, zeigt ein Vergleich mit Apple: Haben 84 Prozent aller iPhone-Nutzer das aktuellste Betriebssystem installiert, sind es bei Android-Nutzern gerade Mal 7,5 Prozent.
Dabei gilt zu bedenken, dass viele Android-Geräte in ärmeren Regionen der Welt im Einsatz sind. Sie sind einfach, günstig und und oft gar nicht Update-fähig.
Ein Plan ist es, die schnelleren Update-Prozedere, die zurzeit für Sicherheits-Aktualisierungen aufgebaut werden, irgendwann auch für Anpassungen am Betriebssystem zu nutzen.
Die schwierigsten Gespräche führe Google aber mit Telkos, berichtet 'Bloomberg'. Diese testeten jedes Update, um zu verhindern, dass es zu Ausfällen im Netz kommt. Bei Telkos wie Verizon, das sehr viele Android-Handys unterstützt, könne das mehrere Monate dauern. Zumindest für Sicherheits-Updates versuche Google die Telcos deshalb dazu zu bewegen, einen kürzeren Prüfungskatalog anzuwenden.
Daneben rollt Google neue Services vermehrt als Apps aus, die ohne Zustimmung von Dritten aktualisiert werden können. Das neuste Betriebssystem Android N soll im Herbst kommen. Um die Handy-Hersteller zu einer frühen Adoption zu bewegen, hat Google das Betriebssystem so früh wie noch nie vorgestellt. Ob das reicht, wird sich in ein einem halben Jahr zeigen. (mik)

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