Google wehrt sich gegen EU-Vorwürfe

28. August 2015, 07:51
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Google geht im langjährigen europäischen Wettbewerbsverfahren auf Konfrontationskurs zur EU-Kommission.

Google geht im langjährigen europäischen Wettbewerbsverfahren auf Konfrontationskurs zur EU-Kommission. Die Vorwürfe der Brüsseler Wettbewerbshüter seien ungerechtfertigt, erklärte der Konzern gestern in
einem Blogeintrag. Google sorge für mehr, nicht weniger, Auswahl für europäische Konsumenten.
Im Streit mit Google sind der EU-Kommission vor allem die prominent platzierten Treffer aus der Preissuchmaschine Google Shopping ein Dorn im Auge. Die Kommission hatte Google im April formell vorgeworfen, in der Suchmaschine den eigenen Shopping-Dienst mit Links zu Online-Händlern zu bevorzugen. Konkurrierende Preissuchmaschinen würden dadurch benachteiligt.
In Wettbewerbsverfahren drohen als letzte Konsequenz Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes - Google hatte 2014 Erlöse von 66 Milliarden Dollar erwirtschaftet.
Google hatte nach zwei Fristverlängerungen bis zum 31. August Zeit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Das hat der Konzern nun getan: Daten zeigten, dass viele Nutzer über Google zu den Preissuchmaschinen gelangt seien. Ausserdem habe die Kommission den Einfluss von Handelsplattformen wie Amazon und Ebay auf die Wettbewerbssituation nicht berücksichtigt.
Google lehnte kategorisch den Vorschlag der Kommission ab, den konkurrierenden Shopping-Suchmaschinen Anzeigen-Plätze auf der Webseite abzutreten. Konsumenten würden dadurch für sie weniger relevante Werbung zu sehen bekommen - und auch die Kommission sehe ein, dass Google dazu nicht verpflichtet sei. (sda/hjm)

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