Google will Tausende von europäischen Ingenieuren einstellen

27. September 2007, 12:07
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Nelson Mattos, Googles neuer, in Zürich stationierter Vice President of Engineering, will sein EMEA-Team um viele tausend Köpfe aufstocken.

Nelson Mattos, Googles neuer, in Zürich stationierter Vice President of Engineering, will sein EMEA-Team um viele tausend Köpfe aufstocken.
Google hat in der Person von Nelson Mattos (Bild) einen neuen Vice President für die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) eingestellt. Und Mattos hat ergeizige Pläne, wie er der 'Financial Times' erklärte: "Ich beabsichtige, das EMEA-Ingenieursteam gleich gross zu machen, wie das in den USA. Das ist es, warum ich überhaupt angeheuert habe." Mattos arbeitete in den letzten 15 Jahren bei IBM. Zuletzt war er dort als Vice President im Bereich Informations- und Consumertechnologien tätig.
Einen Zeitplan, oder was dies zahlenmässig genau bedeutet, nannte Mattos allerdings nicht - da scheint er bereits gut zum notorisch knausrig mit harten Informationen umgehenden Suchgiganten zu passen.
Wenn die technische Abteilung Googles der Region EMEA ebenso gross werden soll, wie die in den USA muss Mattos aber auf jeden Fall tausende von neuen Softwareentwicklern und anderen Ingenieuren an Bord holen. Die 'Financial Times' schätzt, dass Google gegenwärtig rund 7000 Ingeneure beschäftigt, von denen der Löwenanteil in den USA arbeitet. Das europäische Ingenieursteam bestehe momentan aus etwa 500 Leuten.
Einen grossen Teil der neuen Ingenieure dürfte Google in Zürich ansiedeln wollen. Zürich ist das "European Engineering Center" von Google und auch Nelson Mattos selbst ist hier stationiert. Und wie man schon seit dem Februar weiss, hat sich Google in Zürich schon mal sehr viel Platz für viele, viele neue Arbeitsplätze gesichert.
Shorts tragende Google-Leute
Als einen seiner Beweggründe nannte Mattos das Image von Google: "In Europa hat man ein falsches Bild von uns. Mein Eindruck ist, dass man Google als grosse US-Company sieht, die nur hier ist, um Geld zu machen...Die Leute verstehen weder unser Business-Modell, noch das neue Umfeld in der IT, nich unsere Shorts-tragenden Angestellten." Europäische Ingenieure, so hofft er gemäss der 'Financial Times' sollten kulturell feinfühliger mit den Anliegen umgehen können, die in Europa wichtig sind.
In den USA liefern sich Google, Microsoft und andere IT-Riesen einen heftigen Kampf um gute Leute. Dieser "War for Talent" unter den Riesen könnte sich also schon bald auch in Europa noch stärker bemerkbar machen. (hjm)

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