Googles Kummer mit "Gmail"

31. Januar 2007, 13:28
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Daniel Giersch hat in Deutschland schon einige Male für Wirbel gesorgt, wenn es um Post geht.

Daniel Giersch hat in Deutschland schon einige Male für Wirbel gesorgt, wenn es um Post geht. Zunächst indem er mit 19 Jahren das Postmonopol der Deutschen Post brach und nun auch bei der elektronischen Post, indem er Google, zumindest in Deutschland, möglicherweise den Gebrauch des Namens "Gmail" und eventuell auch der E-Mail-Adresse @gmail verunmöglicht. Schon vor sechs Jahren hat Giersch nämlich "gmail.de" und den namen "G-Mail" für sich reserviert, um Brief- und e-Post in einem Angebot zu bündeln. Drei Urteile später, das letzte gerade vor dem europäischen Harmonisierungsamt, hat er nicht nur die Bestätigung, dass er die Website zu Recht besitzt, er hat auch noch permanente kostenlose Werbung für sein Unternehmen durch den anhaltenden Kampf David gegen Goliath.
Für Google könnte die Entscheidung gröbere Folgen haben. Das Angebot des Internet-Primus, dass in Deutschland nun unter Google-Mail firmieren muss, sieht sich auch in anderen EU-Ländern gerichtlich belangt. Bei diesen Prozessen könnte die Entscheidung des Harmonisierungsamtes als Referenz dienen, was ein weltweit einheitliches Angebot a la @gmail unmöglich machen würde. (tm)

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