Googles neues Betriebssystem für Uhren

19. März 2014, 10:11
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Der Internetriese hat das Projekt "Android Wear" vorgestellt. Motorola und LG sind bereits mit an Board.

Der Internetriese hat das Projekt "Android Wear" vorgestellt. Motorola und LG sind bereits mit an Board.
Der Wettbewerb bei Computeruhren, sogenannten Smartwatch, heizt sich auf: Der Internetriese Google wirft sein Gewicht in die Waagschale mit einer speziellen Version seines Betriebssystems Android. Der Internetkonzern stellte am Dienstag (Ortszeit) dafür das Projekt "Android Wear" vor. Als erste Hersteller kündigten Motorola und LG Smartwatches mit der Software an.
Android Wear soll unter anderem dafür sorgen, dass in den Displays der Datenuhren relevante Informationen angezeigt werden und man die Geräte sowie angeschlossene Smartphones mit Sprachbefehlen steuern kann. Die Plattform ist auch für andere Arten kleiner tragbarer Computer gedacht. Schnittstellen für diverse Sensoren sollen Gesundheitsfunktionen möglich machen.
Google heizt damit den Wettbewerb bei Smartwatches weiter an. Die Android-Plattform konnte binnen weniger Jahren die dominierende Rolle im Smartphonemarkt übernehmen. Hersteller von Android-Uhren und App-Entwickler können auf diesem Fundament aufbauen: So können zum Beispiel von Anfang an Benachrichtigungen aus den meisten Anwendungen auch auf den Displays der Smartwatches angezeigt werden.
Suchanfragen durch Sprachsteuerung
Für die kleinen Displays der Computeruhrenist es besonders wichtig, dass zur richtigen Zeit die gerade nötigen Informationen angezeigt werden. So will man bei einer Google-Suche nicht wie vom PC gewohnt eine Liste von Links, sondern am besten gleich die richtigen Antworten sehen.
Der Handypionier Motorola, der zuletzt zu Google gehörte und jetzt von dem Computerhersteller Lenovo übernommen wird, veröffentlichte bereits Bilder von seiner Smartwatch Moto 360 (Foto). Sie sieht wie eine klassische Uhr mit Display statt Zifferblatt aus. LG entschied sich für ein rechteckiges Design. Der Uhrenhersteller Fossil kündigte ebenfalls eine Zusammenarbeit mit Google bei Android Wear an.
"The next big Thing"
Computeruhren gelten als "das nächste grosse Ding" im Technikgeschäft. Apple arbeitet laut Medienberichten unter Hochdruck an einer iWatch, die mit iPhones verbunden werden kann. Der US-Konzern hat diesbezüglich offenbar Kontakt mit Schweizer Herstellern aufgenommen.
Der weltgrösste Smartphone-Anbieter Samsung lancierte bereits im vergangenen Jahr mit seiner Smartwatch Galaxy Gear. Bei der jüngst vorgestellten zweiten Generation wechselten die Südkoreaner von Android auf das eigene Betriebssystem Tizen. (sda/lvb)

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