Graubünden zufrieden mit neuem ERP

2. Mai 2013, 06:00
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Regierungsrätin: "Es ist möglich, umfangreiche Software-Projekte bei der öffentlichen Hand erfolgreich und zeitgerecht umzusetzen."

Regierungsrätin: "Es ist möglich, umfangreiche Software-Projekte bei der öffentlichen Hand erfolgreich und zeitgerecht umzusetzen."
2011 hat der Kanton Graubünden dem Systemintegrator Fritz & Macziol den Zuschlag für die Lieferung und Einführung eines neuen ERP-Systems für die Bereiche Finanz und Personal erteilt. Für das Projekt wurde damals ein Verpflichtungskredit von 9,5 Millionen Franken für die Jahre 2011 bis 2014 gesprochen. Nach Auskunft des Generalunternehmens konnte es nun fristgerecht und im Rahmen der budgetierten Kosten abgeschlossen worden. Wie geplant sei die Einführung der Kernkomponenten beider Systeme pünktlich zum 1. Januar 2013 erfolgt.
Fritz & Macziol galt beim Zuschlag hierzulande noch als Neuling im Markt für ERP-Software für den öffentlichen Sektor. Dominiert wird der Markt noch immer von Abacus und Ruf Informatik. In Graubünden ging es also auch darum, möglichst geräuschlos eine wichtige Referenz einfahren zu können. Das scheint nun gelungen. Denn in der Meldung von heute lässt sich Regierungsrätin Barbara Janom Steiner, Vorsteherin des Departements Finanzen und Gemeinden des Kantons Graubünden, mit den Worten zitieren: "Wir freuen uns, dass wir mit dem sehr ambitionierten Vorhaben zeigen können, dass es dank grossem Einsatz aller Beteiligten möglich ist, umfangreiche Software-Projekte bei der öffentlichen Hand erfolgreich und zeitgerecht umzusetzen."
Zum Einsatz für den Finanzbereich kam die Lösung "newsystem public" der Rotkreuzer IT&T, die 2010 mit einigem Wirbel in den hiesigen Markt gestartet war. Die Schweizer Filiale von Fritz & Macziol und IT&T gehören über deutschen Mutterfirmen zum holländischen Imtech-Konzern. Im Personalbereich hatte man den Schwerzenbacher Softwarehersteller Soreco mit der Lösung "Xpert.HRM" an Bord geholt. Die Finanzlösung "newsystem public" wird derzeit in allen 40 Dienststellen von rund 270 Usern benutzt. Die Personalverwaltung wird von zirka 650 Mitarbeitenden in Vorgesetztenfunktion eingesetzt. Da gleichzeitig eine ESB-Infrastruktur (Enterprise Service Bus) geschaffen wurde, verfüge Graubünden nun über die Voraussetzung für durchgängige Verwaltungsprozesse und kommende E-Government-Dienstleistungen, heisst es in der Mitteilung weiter. (vri)

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