Green bringt werbefinanzierte Business-Software

16. Mai 2008, 13:43
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Green lanciert an der Orbit-iEX nächste Woche eine kostenlose, durch Werbung finanzierte ERP-Lösung für KMU. In "greenCube" steckt das gute, alte Europa3000.

Green lanciert an der Orbit-iEX nächste Woche eine kostenlose, durch Werbung finanzierte ERP-Lösung für KMU. In "greenCube" steckt das gute, alte Europa3000.
Online-Angebote sind normalerweise gratis. Wer Nachrichten auf inside-it.ch lesen will, muss nichts bezahlen, Google-Online-Software ist gratis und auch der Schweizer Kalender-Koordinationsdienst Doodle kostet nichts. Doch funktioniert das Konzept auch für Business-Software mit Buchhaltung, Lohnadministration und Artikelverwaltung? Kann man tatsächlich werbefinfanzierte ERP-Lösungen vertreiben?
Der Internet-Service-Provider green.ch versucht es und lanciert an der Orbit-iEX nächste Woche die kostenlose Business-Software "greenCube". Die Software kann ab nächste Woche gratis heruntergeladen werden. Finanziert wird die Sache durch ein Werbefenster im User-Interface.
Wie Vladimir Barrosa von green.ch zu inside-it.ch sagt, eignet sich die Software für den Betrieb von Kleinfirmen. Wer weitergehende Ansprüche hat, kann (natürlich) Zusatzsoftware und -Dienstleistungen vom Anbieter der Software kaufen. Im Gratis-Angebot inbegriffen sind bis zu fünf Arbeitsplätze und Funktionen für Adress- und Lagerverwaltung, Fakturierung, Statistik, Debitoren, Kreditoren, eine Fibu und ein Lohnmodul für bis zu 20 Mitarbeitende sowie ein Modul für Leistungsabrechnung für Dienstleister.
"Europa3000" auf ein neues
Hinter "greenCube" steckt ein altbekanntes Produkt, nämlich Europa3000. Wie Barrosa sagt, steckt nicht nur Europa3000 im greenCube, sondern der gleichnamige Hersteller ist auch für den Verkauf der Werbung zuständig, mit der die Aktion finanziert werden soll. Das angebotene Paket ist dabei umfangreicher als die Basisversion "easy business", die Europa3000 im Frühjahr 2003 sogar verschenkte.
Ralph Stucki von Europa3000 bestätigt und erklärt die Strategie, die hinter der Idee "werbefinanziertes ERP" steckt. Um den potentiellen Werbekunden ein interessantes Zielpublikum zu bieten, strebt Stucki ungefähr 10'000 User für "greenCube" an. Die Werbung selbst soll, für User nicht störend, langsam ein- und ausgeblendet werden. Während das Grundpaket selbst kostenlos ist, kostet der Support, der durch Europa3000 erbracht wird, ist mit 2.50 Franken pro Minute (Chat oder Telefon) aber immer noch relativ günstig.
Europa3000 AG in Privatbesitz
Europa3000 gehört übrigens nicht mehr zur Surseer Bison-Gruppe. Diese löste ihre Subholding BCN Holding AG, zu der Europa3000 respektive die Rotron AG gehört hatte, vor längerer Zeit still und leise wieder auf. Europa3000 gehört heute nur noch zu einer Minderheit der Bison-Gruppe, sagt Ralph Stucki. Eine Verbindung zu Bison gibt es aber weiterhin, denn Verwaltungsratspräsident der Europa3000 AG ist Rudolf Fehlmann, seines Zeichens CEO der Bison-Gruppe. (Christoph Hugenschmidt)

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