Grenze des mobilen Arbeitens?

8. September 2016, 08:21
  • politik & wirtschaft
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Seit 2014 hat sich beim mobilen Arbeiten in der Schweiz nichts mehr bewegt.

Seit 2014 hat sich beim mobilen Arbeiten in der Schweiz nichts mehr bewegt. Das ist das Fazit einer Studie durchführte. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber kamen auf den Prüfstand. Definiert wurde mobiles Arbeit übrigens als "unabhängig von einem festen, üblichen Arbeitsort (unterwegs, beim Kunden, zu Hause) mittels mobiler Arbeitsgeräte (Laptop, Smartphone, Tablet mit mobilem Internetanschluss)".
Gefragt wurde, wie mobil die erwerbstätige Bevölkerung in der Schweiz arbeitet und wie unterstützend die Strukturen für mobile und flexible Arbeit in den Unternehmen sind. Ausgewertet wurden neben bereits vorhandenem Zahlenmaterial die Antworten von 2003 Erwerbstätigen und die von 559 Unternehmen der sogenannten "wissensintensiven Dienstleistungen" (WIDL), zu denen vor allem ICT-Firmen, Banken, Versicherungen und Beratungsdienstleister gehören.
Laut Studie zeigte sich, dass von den rund 4,65 Millionen Erwerbstätigen der Schweizer Wirtschaft bereits 1,12 Millionen Personen, also rund ein Viertel, flexibel arbeitet, wie die Initiative in einer Mitteilung festhält. Allerdings können laut Initiative weitere 2,62 Millionen Beschäftigte aufgrund ihrer Tätigkeit, der Infrastruktur oder des Firmenreglements noch nicht flexibel arbeiten.
Die Situation sei in den letzten zwei Jahren unverändert geblieben. Bei den Arbeitnehmern lässt sich "eine Zunahme der mobilen Arbeit seit 2014 statistisch nicht eindeutig feststellen", so die Studie. Allerdings lasse sich auch ein "Rückgang der mobilen Arbeit mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschliessen". Nicht anders sieht es bei den Arbeitgebern aus. Denn "auch in der Unternehmensbefragung konnten keine grossen Veränderungen in den letzten beiden Jahren festgestellt werden".
Flexibles Arbeiten fördern
Wer das flexible Arbeiten pushen will, dem liefert die Initiative ebenfalls aktuelle Tipps. Die von Microsoft, der Mobiliar-Versicherung, von SBB, Swisscom, Witzig und der Post getragene Work Smart Initiative hat sich auf die Fahnen geschrieben, Unternehmen und Institutionen bei der Umsetzung von flexiblen Arbeitsformen zu unterstützen. Orientierungshilfe gibt es in einer Studie der Universität Zürich, die von der Initiative in Auftrag gegeben wurde. Darin werden "erfolgreiche Methoden zur Einführung und Etablierung einer flexiblen Arbeitsweise in der Schweizer Wirtschaft" analysiert. In 26 Interviews mit neun Organisationen aus Privatwirtschaft und Verwaltung wurden daraus Handlungsempfehlungen zur Gestaltung des Wandels abgeleitet. (vri)

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