Grossbritannien könnte Nvidia-ARM-Deal zu Fall bringen

4. August 2021, 13:55
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Die britische Wettbewerbsbehörde sieht den Deal anscheinend als Gefahr an.

Im vergangenen September 2020 hat der US-Chiphersteller und GPU-Spezialist Nvidia die Übernahme des britischen Chip-Design-Unternehmens ARM für 40 Milliarden Dollar angekündigt. ARM befindet sich gegenwärtig im Besitz des japanischen Unternehmens Softbank.
Die Übernahmepläne führten schnell zu Protesten. Einer der Mitgründer von ARM erklärte, die Übernahme sei eine "absolute Katastrophe", werde das Geschäftsmodell des Unternehmens zerstören und zu Arbeitsplatzverlusten im Hauptquartier in Cambridge und anderswo in Grossbritannien führen. Kritisch äusserten sich auch andere grosse Technologiekonzerne. Insbesondere wird befürchtet, dass Nvidia von der bisherigen ARM-Strategie, seine Technologien neutral an Chiphersteller zu lizenzieren, abrücken könnte.
Seit einigen Monaten hat auch die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) den Deal unter die Lupe genommen. Die Deadline für die Untersuchung war am 30. Juli, noch sind aber offiziell keine Resultate bekannt gegeben worden. 'Bloomberg' berichtet allerdings unter Bezug auf Quellen aus Regierungskreisen, dass die Behörde zu einer Ablehnung des Deals tendiere. Laut diesen Quellen sehe die CMA die nationale Sicherheit durch die Übernahme von ARM durch Nvidia gefährdet.
Grossbritannien ist zwar nicht mehr Teil der EU. Im Hintergrund der Erwägungen zum Deal könnte aber trotzdem auch mitschwingen, dass Europa durch diesen Deal im Halbleitergeschäft noch stärker von den USA abhängig werden könnte. Die EU unternimmt gegenwärtig Anstrengungen, um Europa im Halbleitergeschäft wieder zu einem grösseren Faktor zu machen. 
Grossbritannien muss grünes Licht zum Deal geben, da sich der ARM-Hauptsitz in Cambridge befindet. Die genauere Prüfung hatte der Digitalminister Oliver Dowden angeordnet. Jetzt sollen weitere Untersuchungen folgen.
Ebenfall zustimmen müssten noch die Wettbewerbsbehörden in den USA, Japan und China. Letzteres, weil auch die chinesische ARM-Tochter ARM China involviert wäre. In China wurde gemäss 'Bloomberg' noch keine Untersuchung gestartet.

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