Grosse Cyberspionageängste in Grossbritannien

25. Oktober 2011, 13:40
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Generalmajor Jonathan Shaw, Leiter des Cyber-Security-Programm des britischen Verteidigungsministeriums, hat in einem Interview mit dem 'Daily Telegraph' erklärt, dass Cyberattacken ganz real britische Unternehmen in den Ruin treiben würden.

Generalmajor Jonathan Shaw, Leiter des Cyber-Security-Programm des britischen Verteidigungsministeriums, hat in einem Interview mit dem 'Daily Telegraph' erklärt, dass Cyberattacken ganz real britische Unternehmen in den Ruin treiben würden. So sei beispielsweise ein Unternehmen in Warrington Konkurs gegangen, nachdem Hacker Pläne für neuartige Propellerblätter für Windturbinen gestolen hätten. Diese Pläne seien danach verwendet worden, um billigere Konkurrenzversionen herzustellen. Grossbritannien, so Shaw, sei durch die Cyberspionage in Gefahr, seine Stellung als eines der führenden Standorte für Hersteller von High-Tech-Produkten zu verlieren.
Die meisten Angriffe, so behauptet Shaw, hätten ihren Ursprung in China. Britische Unternehmen könnten aber von China viel darüber lernen, wie man sich vor Angriffen zu schützen habe. In China gebe es beispielsweise von der Regierung organisierte Security-Kurse für Unternehmen.
Für rund 80 Prozent aller Probleme sei allerdings schlicht auf mangelnde "Cyber-Hygiene" bei den Unternehmen verantwortlich. Man habe sich beeilt, die neuen Möglichkeiten auszunützen, welche die IT-Technologie biete, vergesse gleichzeitig aber einfachste Schutzmassnahmen wie das regelmässige Auswechseln von Passwörtern oder das Patchen und Updaten der Software. (hjm)

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