Grosse EU-Staaten wollen notfalls Kryptowährungen verbieten

11. September 2020, 13:43
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Deutschland und vier weitere Länder fordern starke Regulierung von Libra und Co.

Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande fordern in einer gemeinsamen Erklärung notfalls Verbote von Kryptowährungen. Es brauche ein präzises und stabiles Regelwerk, hiess es in der Erklärung, die 'Reuters' vorliegt. Sollten Regeln nicht eingehalten werden, müsse es Untersagungen geben.
Die EU-Kommission will noch im September Vorschläge zur Regulierung von Kryptowährungen vorlegen. Dazu gehört auch die von Facebook geplante Cyber-Devise Libra. Der deutsche Bundesfinanzminister Olaf Scholz will den Regulierungsvorschlag der Kommission aufgreifen und im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr darüber verhandeln. Der SPD-Kanzlerkandidat gilt als Libra-Kritiker.
Facebook hat mit seinen Plänen für Libra Regierungen, Aufseher und Zentralbanken weltweit aufgeschreckt. Im April stellte die für den Aufbau gegründete Libra Association in der Schweiz einen Antrag für die Bewilligung als Zahlungsmittel. Viele Regierungen haben allerdings Vorbehalte, Facebook mit einer digitalen Währung in den Finanzsektor expandieren zu lassen.

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