Grosse Störung bei Azure Active Directory

16. März 2021, 11:22
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Nutzer konnten sich bei Microsoft 365, Teams, Exchange Online und weiteren Services nicht anmelden. Schuld war eine Schlüsselrotation.

Eine Störung beim Azure Active Directory (AD) hinderte Benutzer daran, sich bei Microsoft 365, Teams, Exchange Online und weiteren Services wie Yammer oder Forms anzumelden.
Erste Beschwerden von Nutzern tauchten am Montag, 15. März kurz nach 20 Uhr (Schweizer Zeit) auf. Microsoft bestätigte den Ausfall in einem Incident-Report und erklärte, dass die Störung zunächst Microsoft Teams, später aber auch andere Services betroffen habe.
"Aufgrund der Probleme, die derzeit mit Azure AD auftreten, gibt es Probleme mit der Anmeldung und Authentifizierung in der Microsoft Tech Community. Dies führt dazu, dass sich Benutzer nicht anmelden können und dass Benutzer, die bereits angemeldet sind, unerwartete Fehler erhalten, da die Sitzungen ein Timeout haben", erklärte Microsoft später. Die Probleme betrafen Nutzer weltweit – auch die Regionen Schweiz Norden und Westen.
Wenig später hiess es, Microsoft habe ein Problem mit einer "kürzlichen Änderung an einem Authentifizierungssystem" festgestellt und man rolle ein Update zurück. Dies werde voraussichtlich 15 Minuten dauern. Kurz später musste das Unternehmen aber melden: "Der Prozess zur Rückgängigmachung der Änderung dauert länger als erwartet."
Gegen 23 Uhr meldete Microsoft schliesslich über Twitter, das Rollout in allen Regionen abgeschlossen zu haben und abnehmende Fehlerraten zu sehen.
Die Untersuchung der Ursachen sei noch im Gange, erklärt das Unternehmen. Eine vorläufige Analyse zeige, dass ein Fehler bei der Rotation von Schlüsseln aufgetreten sei, die zur Unterstützung der Verwendung von OpenID und anderen Identitäts-Standardprotokollen für kryptografische Signiervorgänge durch Azure AD verwendet werden. Erste Details dazu erklärt Microsoft auf der Azure-Status-Seite. 
"Wir verstehen, wie unglaublich folgenreich und inakzeptabel dies ist und entschuldigen uns zutiefst. Wir unternehmen kontinuierlich Schritte zur Verbesserung der Microsoft-Azure-Plattform und unserer Prozesse, um sicherzustellen, dass solche Vorfälle in Zukunft nicht mehr auftreten", schreiben die Redmonder.

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