Gründer der Swisscom-Tochter Fastweb unter Geldwäscheverdacht

23. Februar 2010, 17:03
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Fastweb-Gründer Scaglia wird gesucht. Auch CEO Parisi unter den Verdächtigen.

Fastweb-Gründer Scaglia wird gesucht. Auch CEO Parisi unter den Verdächtigen.
Der italienische Festnetz-Anbieter Fastweb, der seit knapp drei Jahren mehrheitlich Swisscom gehört, ist ins Visier italienischer Ermittler geraten. Die Römer Staatsanwaltschaft hat laut italienischen Medienberichten im Rahmen der Operation "Phunchard-Broker" gegen 56 Personen, darunter auch Politiker, einen Haftbefehl erlassen. Ihnen wird internationale Geldwäscherei vorgeworfen.
Die Telekom-Manager werden beschuldigt, mit fiktiven Handelsoperationen zwei Milliarden Euro an nicht gezahlten Mehrwertsteuern angesammelt zu haben. Fastweb und die Telecom-Italia-Tochter Sparkle sollen zwischen 2003 und 2006 falsche Rechnungen für fiktive Dienste gestellt haben.
Unter den Verdächtigen befinden sich unter anderem Fastweb-Gründer Silvio Scaglia, der aktuelle Fastweb-CEO Stefano Parisi und zwei weitere Fastweb-Manager. Zudem sollen weitere Führungspersonen von Sparkle involviert sein.
Scaglia befindet sich gemäss Medienberichten zurzeit im Ausland. Sein Anwalt meinte aber, Scaglia sei unschuldig und wolle sich der Polizei stellen. (mim)

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