Grundlage für schweizweiten FTTH-Wettbewerb

27. August 2010, 11:37
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Weitere Diskussionsrunde zum Thema Glasfaserausbau.

Weitere Diskussionsrunde zum Thema Glasfaserausbau.
Gestern fand der mittlerweile sechste Runde Tisch zum Thema Glasfaserausbau in der Schweiz statt. Die technischen Spezifikationen lägen nun vor, über eine gemeinsame Plattform könnten bald erste Erfahrungen mit der Kundenanbindung gesammelt werden, teilen die Kommunikationskommission ComCom und das Bundesamt für Kommunikation Bakom mit.
Die Teilnehmer des Runden Tisches haben wettbewerbsrechtliche Fragen diskutiert, etwa eine mögliche Exklusivität beim Layer-1-Ausbau. Dies auch unter dem Aspekt der Finanzierbarkeit der Glasfaserinfrastruktur der Elektrizitätswerke, wie in der Mitteilung betont wird. Zudem wurden die Spezifikationen für die hausinterne Verlegung von Glasfasern bis in die Wohnungen weiter verfeinert.
Die Teilnehmer der Diskussionsrunde wurden darüber hinaus über den Stand eines Pilotprojekts verschiedener städtischer industrieller Betriebe für eine gemeinsame Plattform zur Abwicklung von Bestellvorgängen und Kundenmutationen ins Bild gesetzt. Damit werde eine Grundlage für einen schweizweiten FTTH-Wettbewerb geschaffen, der allen Anbietern offen stehe. Das Projekt wird voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2011 umgesetzt. Am letzten Runden Tisch vom 5. Februar 2010 hatten sich die Stadtwerke von Basel (IWB), Bern (ewb), Genf (SIG), St. Gallen (sgsw) und Zürich (ewz) bereit erklärt, die entsprechende Plattform aufzubauen.
Der nächste Runde Tisch findet Anfang 2011 statt und ist der Angebotsausgestaltung, Regulierungsfragen und FTTH ausserhalb der Ballungsgebiete gewidmet. (mim)

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