Gute Noten für IT-Standort Schweiz

13. April 2011, 09:34
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Die Schweiz hält weltweit vorne mit: Top in der Wissenschaft und bei der Einführung neuer Technologien. Einschränkungen macht das WEF in einem Bericht allerdings bei der Erhältlichkeit von Risikokapital.

Die Schweiz hält weltweit vorne mit: Top in der Wissenschaft und bei der Einführung neuer Technologien. Einschränkungen macht das WEF in einem Bericht allerdings bei der Erhältlichkeit von Risikokapital.
Das World Economic Forum (WEF) hat gestern in Genf seinen Global Information Technology Report 2010 - 2011 vorgestellt. Darin wird zum zehnten Mal untersucht, welchen Einfluss Informatik- und Computertechnologien (IKT) in 138 einzelnen Ländern haben.
"Skandinavien und die asiatischen Tigerstaaten liegen weiterhin sehr gut im Rennen, die Schweiz und die USA liegen mitten drin in diesem Rudel", fasste Alan Marcus vom WEF in einem Webcast die Resultate zusammen.
Die Schweiz belegt im Ranking, wie schon im vergangenen Jahr, den vierten Platz, hinter Schweden, Singapur und Finnland. Die USA kam auf den fünften und China holte den sechsten Platz.
Wichtige Wissenschaft
Den Spitzenplatz holte sich die Schweiz bei der Erhältlichkeit von Diensten für spezialisierte Forschung und Ausbildung, die Qualität der Forschungsinstitutionen liegt hinter Israel auf dem zweiten Platz.
Etwas abgeschlagen auf dem elften Platz figuriert die Schweiz bei der Anzahl von Wissenschaftlern und Ingenieuren auf dem Markt. Dies dürfte ein Hinweis sein, dass erstens der Markt für solche Fachkräfte ausgetrocknet ist zweitens die Schweiz für Spezialisten aus dem Ausland nicht genügend attraktiv ist.
Ebenfalls unter den Top 10 liegt die Schweiz bei der Einführung neuester Technologien bei Unternehmen, beim multimedialen Zugang zu digitalen Inhalten und bei den Hightech-Exporten.
Wenig Risikokapital
Etwas ernüchternd für eine Volkswirtschaft, die auf Innovationen und Dienstleistungen angewiesen ist, fällt die Zurückhaltung von Investoren bei Risikokapital auf. Hier belegt die Schweiz den 20. Platz.
Demnach ist es für neue Ideen und Startups einfacher an Geld zu kommen in Hongkong, Norwegen, Singapur, Finnland, Luxemburg, Katar oder auch den USA und Kanada.
Dies steht im Gegensatz zur Wichtigkeit und dem breiten Angebot des Finanzplatzes allgemein, wo die Schweiz hinter Luxemburg auf dem zweiten Platz liegt. (Philippe Kropf)

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