Gutes Jahr aber vorsichtige Prognose: SAP will Online-Software forcieren

30. Januar 2008, 10:58
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Der Business-Software-Hersteller SAP hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2007 vorgelegt.

Der Business-Software-Hersteller SAP hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2007 vorgelegt. Der Umsatz im vierten Quartal stieg verglichen mit dem letzten Quartal des Vorjahrs um 10 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg allerdings nur leicht und der Reingewinn sank sogar um 6 Prozent auf 758 Millionen Euro. Dies war aber in etwa so erwartet worden und verunsicherte daher die Anleger nicht. Etwas Sorgen bereitet SAP allerdings die zukünftige Tochter Business Objects. Trotz eines Umsatzanstiegs um 20 Prozent auf 444 Millionen Dollar sank ihr Gewinn im letzten Quartal von 35,5 auf 14 Millionen Dollar.
Im gesamten Jahr 2007 stieg der Gesamt-Umsatz von SAP um 9 Prozent auf 10,25 Milliarden Euro und der Reingewinn um 3 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Software und Software-nahen Services stieg um 13 Prozent auf 7,43 Milliarden Euro. (Ohne Währungseinflüsse wären die genannten Wachstumszahlen um jeweils rund 4 Prozent höher gewesen.)
SAP-Chef Henning Kagermann wertete die Geschäftsentwicklung als Erfolg: "2007 war mit starkem Umsatzwachstum bei Software und Software-nahen Services ein weiteres gutes Jahr für SAP." Kagermann wies speziell auf den sich fortsetztenden Erfolg im Kernbusiness hin, welcher auch in Zukunft die Grundlage für weiteres Wachstum bilden werde.
In seiner Prognose für 2008 rechnet SAP mit einem leicht abgeschwächten Umsatzwachstum mit Software und Software-nahen Services (SAP-Geschäft ohne Business Objects) von 12 bis 14 Prozent ohne Währungseinflüsse. Neues, allerdings noch schwer abzuschätzendes, Wachstumspotential soll die als Online-Service vertriebene neue Business-Software-Suite "Business ByDesign" bringen, mit der SAP neue Kundensegmente ansprechen will. Die Investitionen in diesen Geschäftsbereich sollen im laufenden Jahr deutlich erhöht werden, von 125 Millionen Euro im letzten Jahr auf 175 bis 225 Millionen Euro. (Hans Jörg Maron)

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