"Gymeler" wünschen sich mehr IT-Wissen

25. November 2020, 14:01
image

Absolventinnen und Absolventen von Zürcher Gymnasien fühlen sich gut auf die Uni vorbereitet. Sie wünschen sich aber mehr ICT-Know-how.

Grundsätzlich fühlen sich Schweizer Maturantinnen und Maturanten gut auf ein Studium vorbereitet. Dies zeigen zwei neue Berichte der Zürcher Bildungsdirektion.
Für den Bericht wurden die jungen Erwachsenen, die an einer Zürcher Schule waren, unter anderem auch danach gefragt, wie kompetent sie sich in einzelnen Fächern fühlen. Es zeigt sich, dass in der IT an den Gymnasien durchaus noch Nachholbedarf besteht. Vor allem, wenn es um mehr geht als reine Anwenderkenntnisse.
Was den Umgang mit Word, Excel, dem Internet oder E-Mail angelangt, schätzen sich die Gymnasium-Absolventen aus Zürich eher hoch ein. Im Mittel bewerten sie ihre IT-Kompetenzen mit 4.1 von 6 Punkten. Frauen beurteilen ihre IT-Kompetenzen etwas schlechter als Männer (3.9 bzw. 4.3). Laut Bericht liegt damit die Beurteilung der IT-Kompetenzen etwa gleich hoch wie bei der Befragung 3 Jahre zuvor.
Anders sieht die Einschätzung bei ICT-Know-how aus, das über diese Anwenderkenntnisse hinausgeht. Abgesehen von den ehemaligen Maturanten, die einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt besucht haben (3.4), wird der Ausbildungsstand in der ICT mit weniger als 3 Punkten, sprich "eher tief" beurteilt. Bemängelt wurde bei offenen Fragen etwa, dass keine Programmierkenntnisse vermittelt worden seien. Dies sei im heutigen Zeitalter vonnöten, so die Rückmeldung.
Die tiefe Einschätzung des Ausbildungsstands in der Informatik und die kritischen Antworten auf die offenen Fragen seien auch darauf zurückzuführen, dass dieses Fach gegenwärtig an den Kantonsschulen sehr unterschiedlich, aber generell mit wenig Wochenlektionen geführt werde, schreibt die Bildungsdirektion Zürich im Bericht. Je nach Schule werde das Fach als Freifach, als Ergänzungsfach oder verpflichtend geführt. Zudem würden sich die Anzahl an wöchentlichen Lektionen sowie der Inhalt unterscheiden.
Das Projekt "Gymnasium 2020" sehe eine Vereinheitlichung vor. Voraussichtlich ab dem Schuljahr 2023/24 soll das Fach flächendeckend an allen Kantonsschulen angeboten werden.  
Aber auch bei den IT-Kompetenzen sehen die Befragten noch Nachholbedarf. Auf die offene Frage, welche Kompetenzen an den Gymnasien zu wenig gefördert werden, antworteten laut dem Bericht sehr viele mit "IT-Kenntnissen". Etwa sei die Anwendung von Excel deutlich zu kurz gekommen. Ein Problem sei auch der unterschiedliche Wissensstand der Schülerinnen und Schüler. Dieser müsse im Fach "Anwendung des Computers" berücksichtigt werden. 

Loading

Mehr zum Thema

image

Frédéric Weill übergibt OpenWT in neue Hände

Beim IT-Berater übernimmt Swisscom sämtliche Anteile. Anfang nächstes Jahr kommt mit Pierre Grydbeck ein neuer CEO.

publiziert am 3.10.2022
image

Iris Kornacker ist neue CEO von Polypoint

Sie hat die Stelle von Thomas Buerdel übernommen, der sich in Zukunft auf die Bereiche Innovation und Angebotsausbau bei der Health-Tech-Firma konzentrieren will.

publiziert am 3.10.2022
image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

IT-Firma der Stadt Wetzikon ist privatisiert

Die Stadt hat ihr IT-Unternehmen an das bisherige Management verkauft. Dies soll dem RIZ mehr Flexibilität für die weitere Entwicklung geben.

publiziert am 3.10.2022