Gymi-Fach Informatik setzt sich (langsam) durch

7. August 2009, 15:35
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Vor allem kleinere Kantone tun sich schwer mit der Einführung des Ergänzungsfachs Informatik an den Gymnasien.

Vor allem kleinere Kantone tun sich schwer mit der Einführung des Ergänzungsfachs Informatik an den Gymnasien.
Seit dem Schuljahr 2008/2009 dürfen Schweizer Gymnasien das Ergänzungsfach Informatik anbieten. Ziel ist es, die Informatik so rasch wie möglich zu einem Schwerpunkt- bzw. Grundlagenfach aufzuwerten. Im Mittelpunkt steht nicht etwa die Anwendung (Umgang mit dem PC), sondern die Grundlagen, vor allem die Programmierung. Die Informatik war 1995 weitgehend aus den Gymnasien verbannt worden.
Das neue Ergänzungsfach setzt sich aber nur langsam durch, wie das Departement Informatik der ETH Zürich mitteilt. Nicht überraschend für die föderalistische Schweiz ist zudem, dass es erhebliche regionale Unterschiede im Unterrichtsangebot gibt.
Vorreiter-Kantone waren Bern und Aargau. In den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Luzern, Neuenburg, Solothurn, St. Gallen, Thurgau und Wallis bieten die meisten oder gar alle Gymnasien das neue Ergänzungsfach ab August 2009 an. Dank ausreichender Anmeldungen kommen die Lektionen auch tatsächlich zustande. In anderen Kantonen wie Graubünden und Zürich machen vorerst nur einzelne Schulen mit. Ab August 2009 wird das Ergänzungsfach Informatik in 15 von 26 Kantonen bzw. Halbkantonen mindestens an einzelnen Schulen durchgeführt. Mittlerweile machen rund 50 Gymis mit.
Noch nicht Fuss gefasst hat das Fach vor allem in kleineren Kantonen: Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz und Uri. Das gilt teilweise auch für die französische und die italienische Schweiz: In den Kantonen Genf, Waadt und Tessin gibt es das Fach noch nicht. Im Jura (2 Schulen) hat das kantonale Gymnasium in Pruntrut das Ergänzungsfach auf der Stundentafel. Das Ergänzungsfach ist auch im Angebot der Kantonsschule Zug. (mim)

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