Hacker-Attacke auf Energiefirmen

30. Juni 2014, 14:21
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Auch Schweizer Unternehmen im Visier.

Auch Schweizer Unternehmen im Visier.
Unbekannte Hacker haben offenbar auf breiter Front die westliche Energiewirtschaft im Visier. In den vergangenen Monaten verschafften sich die Angreifer auch Möglichkeiten, Infrastruktur zu sabotieren, erklärte am Montag der Security-Spezialist Symantec, der entsprechende Attacken aufgedeckt hatte.
Die entdeckte Schadsoftware sei neutralisiert worden, die Angreifer könnten aber noch im Besitz wichtiger Passwörter sein, sagte der Schweizer Symantec-Analyst Candid Wüest. Der Hacker-Gruppe, die unter dem Namen "Dragonfly" (Libelle) bekannt ist, habe ihre Schadsoftware in Systeme der Unternehmen eingeschleust. So waren unter anderem Stromerzeuger, Pipeline-Betreiber sowie spezielle Ausrüster für den Energie-Bereich aus Deutschland, Spanien, USA, Frankreich, Italien, Türkei, Polen, Griechenland, Serbien und Rumänien Zielscheibe der "Libelle". Während in der Schweiz zwar keine gezielten Attacken mit Datenverlust nachgewiesen werden konnten, fand hier einer der weltweit drei Supply-Chain-Hacks statt, bei dem ein Zulieferer der Energieindustrie erfolgreich attackiert worden war.
Die Gruppe arbeite auf professionellem Niveau und scheint in Osteuropa ansässig zu sein: Änderungen an der Schadsoftware seien meist zu Bürozeiten von 9 bis 18 Uhr in der Zeitzone vorgenommen worden, in der auch Moskau liegt. Die Angreifer seien in der Lage gewesen, die Energieversorgung der betroffenen Länder erheblich zu stören, betonte Symantec. Die meisten erfolgreichen Attacken gab es in Spanien mit einem Anteil von 27 Prozent der Fälle.
Das ausführliche Whitepaper gibt es hier. (mim)

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