Handelsstreit: Chinas Drohung mit Seltenen Erden

29. Mai 2019, 15:28
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Im Handelsstreit mit den USA baut China eine weitere Drohkulisse auf.

Im Handelsstreit mit den USA baut China eine weitere Drohkulisse auf. Auch das Parteiorgan der Kommunistischen Partei deutete an, die Volksrepublik könne die Ausfuhr Seltener Erden in die USA beschränken.
Diese heiss begehrten Rohstoffe sind zentral für die Fertigung von Mobiltelefonen und anderen Elektronikgeräten. In einem Kommentar von "Renmin Ribao" hiess es, die USA sollten die Möglichkeiten Chinas nicht unterschätzen, in dem Konflikt zurückzuschlagen. "Sagt nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt", betonen die Autoren an die Adresse der Vereinigten Staaten.
"Werden Seltene Erden eine Gegenwaffe Chinas zu dem ohne jeden Grund aufgebauten Druck der USA? Die Antwort ist kein Geheimnis." Der ungewöhnlich scharf formulierte Beitrag folgt auf andere Berichte staatlicher Zeitungen, in den Beschränkungen für die Ausfuhr der Rohstoffe angedroht worden waren.
China ist weltweit der wichtigste Lieferant von Seltenen Erden. Die USA wollten die mit den aus China importierten Rohstoffen hergestellten Geräte einsetzen, um Chinas Entwicklung zu bremsen, hiess es in dem Kommentar. "Das chinesische Volk wird dies niemals zulassen."
Huawei verliert grossen Kunden
Der japanische Telekommunikationskonzern SoftBank Group wählt für sein 5G-Netz nicht den langjährigen Lieferanten Huawei. Stattdessen geht der Auftrag laut 'Bloomberg' an Nokia Oyj und Ericsson. Huawei, das zusammen mit ZTE ein 4G-Anbieter für das japanische Unternehmen war, wurde trotz der Teilnahme an früheren 5G-Studien nicht ausgewählt. SoftBank lehnte einen weiteren Kommentar zur Auftragsvergabe ab.
Huawei dementierte eine Aussage des Vice President der Huawei Enterprise Business Group Middle East gegenüber 'TechCrunch', dass das eigene Betriebssystem mit dem Codename HongMeng bereits im Juni lanciert werde. Das Betriebssystem soll Ende 2019 für China und 2020 international bereit sein. (paz/Keystone-sda)

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