Happiger Vorwurf: DSAG verrät seine Mitglieder an SAP

10. November 2010, 13:49
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Erneut brodelt es in der SAP-Szene.

Erneut brodelt es in der SAP-Szene. Axel Susen von der Firma Susensoftware in Aachen erhebt in einer Mitteilung drastische Vorwürfe und behauptet, der Vorstand der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) verpfeife seine Mitglieder an SAP. Anlässlich der letzten DSAG-Hauptversammlung habe der amtierende Vorstand versucht, "einen Persil- und Freifahrtsschein für die intime Informationsweitergabe an SAP zu erhalten". Wie vor zwei Jahren gehe es erneut um das "Intellectual Property der Vereinsmitglieder", glaubt Susen, das SAP damals schon an sich reissen wollte. SAP hatte 2008 im Rahmen des Enterprise-Supports von den Bestandskunden eine Offenlegung sämtlicher ERP-Geschäftsprozesse verlangt.
Könnte SAP auf die Archive und Umfragen der DSAG zugreifen, würde man bei SAP eine Menge Marketinggelder sparen, meint Susen, und erhalte intime Einblicke in die SAP-Community. Zudem wirft er dem Vorstandsvorsitzenden der DSAG, Professor Karl Liebstückel, vor, eine "Geheimloge" aufzubauen und eine "verschwiegene Amtsführung" zu pflegen. Einfache Vereinsmitglieder hätten kaum mehr eine Chance zu erfahren, was mit ihrem Auskünften an die DSAG passiere.
An der Vereinsversammlung im September sei es deshalb zum Eklat gekommen, als man versucht habe, die derzeit enge Bindung an SAP legitimieren zu lassen. Inzwischen, so Susen weiter, lasse die DSAG juristisch klären, ob der Vorstand überhaupt die Zustimmung der Vereinsmitglieder habe, um interne Informationen an Dritte weiterzugeben. Die Community selbst scheint allerdings machtlos zu sein. Das berechtigte Aufbegehren an Vollversammlungen werde wohl ein Sturm im Wasserglas bleiben, zitiert Susen einen Szenenkenner. (vri)

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