Harddisk-Hersteller diktieren langfristige Verträge

28. Dezember 2011, 12:54
  • international
image

Einjährige Lieferverträge für PC-Hersteller.

Einjährige Lieferverträge für PC-Hersteller.
"Wer viel hat, hat auch die Macht. Und wer die Macht hat, hat das Recht", nach dem Motto frei aus Carl Orffs Singspiel "Die Kluge" sitzen die wenigen verbliebenen Festplattenhersteller vor dem Hintergrund anhaltender Lieferengpässe in Folge der Fluten in Thailand am längeren Hebel. Wie 'Digitimes' berichtet, haben die HDD-Produzenten die PC-Hersteller nun aufgefordert, einjährige Lieferverträge mit festgesetzten Preisen und Abnahmemengen zu unterzeichnen.
Obwohl die HDD-Hersteller und ihre Komponentenlieferanten die Produktion im überschwemmten Thailand zum Teil wieder aufgenommen haben, könne es je nach Standort der Fabrik noch lange dauern, bis die ursprünglichen Kapazitäten wiederhergestellt sind. Es sei daher schwer abzuschätzen, wann das Worst-Case-Lieferszenario vorbei sei, zitiert der taiwanische Newsservice die wie sooft nicht genannten Quellen.
Einige PC-Hersteller hätten bereits durchblicken lassen, dass sie sich wie in der Vergangenheit auf vierteljährliche Lieferverträge einlassen würden, ungern aber auf längerfristige, da zu befürchten sei, dass die Preise für Festplatten jäh fallen werden, sobald die Engpässe nach Aufräumen der Flutschäden wieder behoben sind.
Einige der nur noch fünf und bald möglicherweise nur noch drei Festplattenhersteller (Seagate mit Samsungs Unit, Western Digital mit Hitachi Global Storage und Toshiba) hätten angedeutet, dass die HDD-Verfügbarkeit im vierten Quartal gegenüber den vorangegangenen drei Monaten um 30 Prozent einbrechen würde und die Engpässe das ganze erste Quartal 2012 anhalten würden. AMD und andere Quellen sagen aber, dass die Knappheit gar nicht so dramatisch sei, weil es immer noch Lagerbestände gebe. Fürs erste Quartal 2012 gehen die Hersteller allerdings von einem Angebot von nur 140 Millionen Platten aus, weit unter den 170 bis 180 Millionen Lieferungen im Vorjahresquartal. (kh)

Loading

Mehr zum Thema

image

Ransomware-Bande meldet Angriff auf Ferrari

Die Gruppe Ransomexx hat angeblich erbeutete Dateien veröffentlicht. Der Automobilhersteller erklärt, keine Beweise für eine Verletzung seiner Systeme zu haben.

publiziert am 3.10.2022
image

USA gegen Russland: Wahl um ITU-Präsidium ist entschieden

Die International Telecommunications Union (ITU) der UNO wird neu von einer Amerikanerin geleitet. Doreen Bogdan-Martin setzte sich gegen einen Russen durch.

publiziert am 29.9.2022
image

Ransomware-Banden kaufen Erstzugänge extern ein

Für nur gerade 10 Dollar können sich Cyberkriminelle auf Darkweb-Flohmärkten Zugänge zu Systemen kaufen. Damit können sie dann Schlimmes anrichten.

publiziert am 29.9.2022 1
image

Schweiz: Wettbewerbsfähigkeit top, E-Government flop

In der aktuellen IMD-Studie steigt die Schweiz in Sachen digitale Wettbewerbsfähigkeit in die Top 5 auf. Dahingegen schwächelt sie im Bereich E-Government.

publiziert am 29.9.2022 1