Hardware bleibt Oracles Sorgenkind

19. September 2013, 09:07
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Auch im jüngsten Quartal sanken die Hardware-Umsätze von Oracle. Für das laufende Quartal ist Oracle pessimistisch.

Auch im jüngsten Quartal sanken die Hardware-Umsätze von Oracle. Für das laufende Quartal ist Oracle pessimistisch.
Oracle hat mit den Zahlen zum ersten Geschäftsquartal die Erwartungen zwar weitgehend übertroffen, doch die Prognosen für die kommenden Quartale sind zurückhaltend. Der Umsatz wuchs um 2 Prozent auf 8,37 Milliarden Dollar und beim Gewinn konnte Oracle um 8 Prozent auf 2,19 Milliarden Dollar zulegen.
Nach wie vor ein Sorgenkind bleibt das Hardware-Geschäft, in dem der Produktumsatz im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 669 Millionen Dollar sank und jener mit Hardware-Support um 3 Prozent auf 592 Millionen Dollar anstieg. Insgesamt sank der Umsatz im Hardware-Segment um 7 Prozent. Analysten hatten erwartet, dass Oracle mindestens 700 Millionen Dollar mit Servern umsetzt.
Pessimistische Software-Prognose
Der Rückgang um 8 Prozent im Services-Bereich dürfte für den Konzern aus Redwood Shores zu verkraften sein, zumal im viel bedeutenderer Software-Bereich die Umsätze um 6 Prozent auf etwas mehr als 6 Milliarden Dollar stiegen. Der Umsatz mit neuen Lizenzen und mit Cloud-Abonnementen wuchs im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 1,65 Milliarden Dollar. Den Löwenanteil im Software-Bereich machen nach wie vor Lizenzupdates und Produktsupport aus. Hier konnte Oracle um 7 Prozent auf 4,43 Milliarden Dollar zulegen.
Für das laufende zweite Quartal ist Oracle in Bezug auf den Umsatz mit neuen Lizenzen und Cloud-Abos unsicher. Die Spanne reicht von einem möglichen Umsatzrückgang um 4 Prozent bis zu einem Wachstum von 6 Prozent. Etwas pessimistischer die Prognose im Hardware-Bereich, wo Oracle Erwartungen zwischen einem Rückgang von 9 Prozent und einem Wachstum von 1 Prozent bekannt gab. Der Gesamtumsatz dürfte um 1 bis 4 Prozent zulegen. (mim)

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