Hardware sollte nicht gehortet werden

5. Mai 2006, 10:38
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Die Analysten von Experton Group empfehlen, Hardware öfter zu ersetzen.

Die Analysten von Experton Group empfehlen, Hardware öfter zu ersetzen.
Das deutsche Marktforschungsunternehmen mit Schweizer Sitz in St. Gallen, Experton Group, hat eine Analyse über die optimale Nutzungsdauer von IT-Infrastruktur durchgeführt. Nach "zahlreichen Expertengesprächen mit Anwendern" kommt das Unternehmen zu folgendem Schluss: Desktop-PCs sollen höchstens zwischen 36 und 42 Monate lang genutzt werden. Bei den Notebooks unterscheidet Experton zwischen denjenigen für Aussendienstmitarbeiter (25 – 31 Monate) und denjenigen, die als Desktop-Ersatz dienen (35 – 41 Monate).
Nicht viel länger sollen Intel-basierte Server in einem konstanten Umfeld eingesetzt werden; höchstens 45 Monate lang. 5 Monate früher sollen Intel-basierte Server in einem dynamischen Umfeld ersetzt werden. 55 Monate beträgt die maximale Einsatzdauer von Unix-Servern in einem konstanten Umfeld, in einem dynamischen Umfeld empfiehlt Experton nicht mehr als 43 Monate. Storage-Subsysteme sollen maximal 36 bis 42 Monate lang eingesetzt werden.
Die Nutzungszyklen sind Durchschnittswerte und je nach Branche und Unternehmen unterschiedlich. Experton empfiehlt jedoch, die Richtwerte nicht zu überschreiten. Kurze Nutzungszyklen seien sinnvoll, weil die Anforderungen an die IT-Hardware-Infrastruktur ständig zunehmen. Hardware-Upgrades auf Client-Seite seien in der Regel nicht sinnvoll, da Techniker dabei jeden einzelnen Arbeitsplatz bearbeiten müssen. Auch im Server-Umfeld rät Experton von Upgrades ab.
Längere Nutzungszyklen könnten zwar in gewissen Unternehmen zu mehr Stabilität führen, insbesondere in solchen, die nicht auf die neusten Betriebssysteme und Applikationen angewiesen sind. Solche Fälle seien aber eher selten. Experton konstatiert, dass mit veralteter Hardware grosse Einsparpotentiale (Sparen ist für viele Unternehmen der Hauptgrund, die bestehende Hardware nicht zu ersetzen) nicht realisierbar sind. Vor allem bei unterschiedlichen Client-Betriebssystemen und Client-Modellen, die hohe Wartungskosten verursachen. Unternehmen, die die hohe, einmalige Investitionen scheuten, sollen die Alternative des Leasings prüfen, schreibt Experton Group. (mim)

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