Harmloser iPod-Virus entdeckt

10. April 2007, 08:32
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Die russischen Antiviren-Experten von Kaspersky haben vor Ostern nicht ohne Stolz bekannt gegeben, dass erstmals für den iPod ein "Proof-of-Concept-Virus" entdeckt wurde.

Die russischen Antiviren-Experten von Kaspersky haben vor Ostern nicht ohne Stolz bekannt gegeben, dass erstmals für den iPod ein "Proof-of-Concept-Virus" entdeckt wurde. Ein Konzeptvirus beweist, dass bestimmte Betriebssysteme verwundbar sind.
Dabei handelt es sich tatsächlich nicht um einen Virus, denn die Schadsoftware muss man in diesem Fall selbst installieren, sie reproduziert sich also nicht von selbst. Zudem muss man die von Kaspersky "Podloso" genannte Datei auch selber ausführen. Wer masochistisch genug ist, dies zu machen, muss darüber hinaus noch sicherstellen, dass er oder sie eine spezielle Linux-Version als Betriebssystem für den iPod verwendet. Weniger als 1 Prozent aller iPod-User verwenden ein anderes Betriebssystem als das vorgegebene.
Erst unter diesen Umständen blockiert Podloso das Abspielen von Musik und Videos auf dem portablem Player von Apple. Es werden alle ".elf"-Dateien infiziert. Wer dann eine Datei auf einem solchen iPodLinux starten will, erhält die Meldung "you are infected with Oslo the first iPodLinux Virus".
Seit einigen Tagen bieten die gängigen Securitysoftware-Hersteller Updates gegen diese "Bedrohung". Eine etwas ernstere Bedrohung für den iPod ist bereits vergangenen Oktober aufgetaucht. Etwa 1 Prozent der neuen Video-iPods waren gefährdet. Das Problem war nur von kurzer Dauer. (mim)

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