Hat Finnova 30 Prozent unzufriedene Kunden?

17. September 2018, 15:30
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'Finanz & Wirtschaft' schreibt in einem Text "Finnova muss mit 30% unzufriedenen Kunden zurechtkommen".

'Finanz & Wirtschaft' schreibt in einem Text "Finnova muss mit 30% unzufriedenen Kunden zurechtkommen". Stimmt dies und was steckt dahinter? Die Aussage sei in diesem Sinne korrekt, so Marc Büdenbender von Finnova auf Anfrage. Die Basis sei eine strukturierte Kundenzufriedenheitsumfrage, welche man seit drei Jahren durchführe.
Dieses Jahr ist laut dem Head of Communication und Marketing von Finnova "eine deutliche Verbesserung der Zufriedenheit" der Ansprechpartner in den Finnova-Banken zu verzeichnen. Der Trend zeige aufwärts. Aber natürlich sei das Resultat unbefriedigend, so Büdenbender.
Finnova sei transparent und der neue CEO Hendrik Lang habe diese Umfrageresultate auch am "Finnova Day" der eigenen Kunden-Community präsentiert.
Man sei in Lenzburg seit 2012 daran, den Finnova-Monolithen zu öffnen, um den Kunden neue Geschäftsfelder und mehr Individualisierung zu ermöglichen. Auch die Lieferfähigkeit soll sich verbessern. Es sei aber "sehr sehr komplex", so Büdenbender und ein langer Weg. Den Grossteil dieses Weges zu neuen Technologien, einer neuen Architektur und neuen Produkten habe man hinter sich, es bleiben noch 20 Prozent.
Finnova habe viele Produkte auf den Markt gebracht und sei aktuell in etwa 30 Bankkundenprojekte involviert, bei denen es um die Anbindung von Drittlösungen und Individualisierung gehe.
Bis die künftige Plattform fertig ist, entwickle man mit Kunden sogenannte Business-Service-Adapter (BSA), um deren Bedürfnisse zu befriedigen. Dies seien jedoch Zwischenlösungen.
Finnova ist wie Avaloq und viele andere Kernbankensystem-Hersteller unter Druck, die eigene Plattform zu öffnen und auf eine neue Basis zu stellen, weil die Banken ihrerseits unter wachsendem Digitalisierungs- und Effizienzdruck stehen.
Gerüchte besagen, dass in der Schweiz diverse Ausschreibungen zur Ablösung von Uralt-Kernbankenlösungen am Laufen seien, darunter soll eine grosse Bank sein und diverse Privatbanken in der Romandie. Falls dies zutrifft, dann würde Bewegung in einen Markt kommen, in welchem es generell wenig Verschiebungen gibt. (Marcel Gamma)

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