Hat Industrie 4.0 Einsparpotenziale?

28. Oktober 2015, 13:36
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Der deutsche Digitalverband Bitkom hat pünktlich zu seinem am 10.

Der deutsche Digitalverband Bitkom hat pünktlich zu seinem am 10. Dezember in Berlin anstehenden Trendkongress nach den Konsequenzen der intelligenten Vernetzung von Produktion und Produkten (Industrie 4.0) gefragt. Über 400 Manager aus der deutschen Industrie beantworteten die Frage, "wie wird beziehungsweise würde sich der Trend zu Industrie 4.0 auf die Kosten ihres Unternehmens auswirken?" Auf einer siebenstufigen Skala konnten sie zwischen "stark sinken" bis "stark steigen" wählen.
Die Mehrheit geht davon aus, dass mit Industrie 4.0 die Kosten stagnieren werden (31 Prozent) oder leicht sinken (30 Prozent). Wobei mehr als jeder fünfte Befragte (22 Prozent) steigende Kosten mit der Digitalisierung auf sein Unternehmen zukommen sieht. Nur 15 Prozent sehen sinkende und zwei Prozent stark sinkende Kosten mit dem neuen Trend einhergehen. Damit, sollte man meinen, herrscht bei unserem nördlichen Nachbarn offensichtlich noch mehrheitlich Skepsis in Sachen Industrie 4.0 vor.
Beim Bitkom liest man die Zahlen aber etwas anders. Dort spricht man vom "grossen Einsparpotenzial durch Industrie 4.0" dessen Anwendungen von 62 Prozent der befragten Unternehmen bereits verwendet werden oder dessen Nutzung von ihnen geplant sei. "Fast die Hälfte der Industrieunternehmen (47 Prozent), die Industrie-4.0-Anwendungen nutzen oder dies planen, erwartet sich davon sinkende Kosten", heisst es beim Bitkom.
In der Schweiz wird der Ball in Sachen Industrie 4.0 eher flach gehalten werden. Hier vertritt Wolfgang Dorst, der bei dem Verband den Bereich Industrie 4.0 leitet, denn auch eine optimistische Interpretationsvariante der Umfrageresultate. Durch die insgesamt effizientere Organisation fallen in der vernetzten Fabrik weniger Kosten an, ist er sich sicher, und "das haben viele Unternehmen bereits erkannt". So würde in der Elektroindustrie das Einsparpotenzial der intelligenten Vernetzung von Produktion und Produkten bereits von 52 Prozent der Nutzer und Interessenten gesehen. Im Maschinen- und Anlagenbau seien es 49 Prozent, in der Chemiebranche 40 Prozent und im Automobilbau 38 Prozent der Befragten, die zusätzliche Kosteneinsparungen erwarten. (vri)

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